
Ein sehr ernüchterndes Interview mit Jörg Jaksche im Tagesspiegel.
Jörg Jaksche, 32, hat die Tour de France sechs Mal als Radprofi miterlebt. 2007 legte er ein umfassendes Doping-Geständnis ab; seitdem findet er keinen Job mehr. Der gebürtige Franke lebt bei Kitzbühel.
Wird der Sieger dieser Tour de France wieder ein Betrüger sein? Ja, sagt Jörg Jaksche. Hier erklärt er die Faszination des Radsports – und wie Dopingmittel wirken.
Ich glaube wenn sie nicht mehr dopen würden, wäre die Tour in ihrer aktuellen Form gar nicht zu bewältigen. Oder die Tour wäre nicht, wie sie ist. Wahrscheinlich gehört es einfach dazu. Wahrscheinlich ist es ein Irrglaube zu hoffen, aufgrund der Vorfälle und dem Eklat des letzten Jahres, Doping wäre nun plötzlich abgeschafft. Spitzensport ist Viecherei und solche Leistungen vermag man ohne wahrscheinlich einfach nicht erbringen. Solange das Publikum nicht ehrlich wird, werden es die Sportler wohl auch nicht.



















