Eintraege getagged: Apple-Ist-Doof


20
Jul 10

Apple sammelt Standortdaten -heimlich-

Und wieder findet ein Artikel aus der Kategorie Apple-Ist-Doof den Weg in mein Weblog. Wie nun durch die Veröffentlichung eines Briefes über Standortbestimmung via iPhones sowie Mac-Computer von US Kongressabgeordneten bekannt wurde, sammelt Apple -ohne bisher seine Nutzer über dieses Vorgehen zu informieren- Informationen zum aktuellen Standort der Nutzer. Dies geschieht häufig und regelmäßig, allerdings anonymisiert. Die Daten speichert Apple auf seinen Servern. Wie lange sie dort liegen und was weiterhin mit den Daten passiert, ist nicht bekannt. Apple führt diese Datensammlung aus technisch nachvollziehbaren Gründen laut Spiegel Online folgendermaßen durch:

  • Ein iPhone schickt seinen exakten, meist durch die Satellitenortung GPS festgestellten Standort an Apple.
  • Außerdem übermittelt es die Signalstärken (= Entfernung) von W-Lan-Hotspots und Mobilfunkmasten in der Nähe – diese kann man jederzeit einfach messen.
  • Dies wird mit vielen, vielen iPhones wiederholt.
  • Danach kann man die exakten Positionen der W-Lan-Hotspots und der Mobilfunkmasten abschätzen.
  • Und man kann die ungefähre Position jedes beliebigen Handys ermittelt – einzig anhand der Signalstärke der Hotspots und Mobilfunkmasten in seiner Nähe. Das ist praktisch, wenn die Satellitenortung per GPS gerade nicht funktioniert, kein direkter Kontakt zum Satelliten möglich ist oder zu lange dauert. Der Handy-Besitzer erfährt nicht, wie die zur Bestimmung genutzten W-Lan-Netzwerke heißen.

Das Problem an der Sache ist eben wiedermal die Vorgehensweise Apples. Sie halten es nicht für nötig, die eigenen Benutzer darüber zu informieren. Die Sache ist wie schon erwähnt nur publik geworden, weil zwei US Abgeordnete bei Apple nachfragten und durch einen 13-seitigen Brief, der dann dem Internetdienst cnet zugespielt worden ist, öffentlich. Und natürlich ist dies aus datenschutzrechtlichen Gründen ein Problem.

Das ist die gleiche Vorgehensweise mit der sich Google erst kürzlich erheblichen Ärger in Deutschland einhandelte. Dies führte letztendlich zur Einstellung der Kartographie.

Für einige überraschend ist wahrscheinlich auch der Fakt, dass Apple diese Standortdaten eben nicht nur mit den mobilen Geräten speichert, sondern gleiches Vorgehen auch mit Macs vollführt. Konkret sieht das laut Spiegel Online folgendermaßen aus:

  • Informationen über W-Lan-Hotspots in Reichweite des Geräts samt der MAC-Adresse – einer für jedes W-Lan-Gerät einmaligen Kennzeichnung -, der Verbindungsgeschwindigkeit und der Signalstärke. Apple speichert den Angaben zufolge weder den Netzwerknamen (SSID) noch die übertragenen Daten.
  • Informationen über Mobilfunkmasten in der Nähe eines iPhones samt ID der Funkzelle, Signalstärke und dem Standort des Geräts.
  • Die gesammelten Daten überträgt das Gerät alle zwölf Stunden an Apple, wenn eine verschlüsselte W-Lan-Verbindung aktiv ist. Sie werden laut Apple mit einer per Zufallsgenerator alle 24 Stunden neu erstellten Identifizierungsnummer versehen, so dass sie nicht zu einem bestimmten Gerät oder Nutzer zurückverfolgt werden können. Gespeichert würden sie dann in einer sicheren Datenbank, auf die nur Apple zurückgreifen könne.

Fakt bleibt, Apple wird immer unsympathischer. Wenn man das vergleichen will, so kann man sich Bill Gates (oder wahlweise Steve Ballmer)in der Rolle des Imperators in kämpfender Jedi-Ritter-Manier vorstellen, der vom guten Steve Jobs besiegt wird. Als er dann aber zum Helm des besiegten Imperators greift, wird er der König des Bösen (gesehen in einem lustigen asiatischen Animationsvideo) und ist Apple sind schon lange nicht mehr “Die Guten”, wie die vielen News der letzten Monate beweisen.

Quelle: Spiegel Online

Das FSCKLOG, in Sachen Apple eine sehr gute, unabhängige deutsche Website, hat sich ebenfalls diesem Thema gewidmet.


2
Jul 10

Sammelklage gegen Apple wegen Empfangsproblem

Tja, und schon gibt es die ersten juristischen Auseinandersetzungen zwischen Apple und den Nutzern, die sich über das gehäuft auftretende Antennen / Empfangsproblem der neuen iPhone 4 aufregen Beziehungsweise es nicht akzeptieren wollen. Ein Abfall der Empfangsstärke zeigt sich bei diesen Geräten, wenn man mit der linken Hand das iPhone umschließt und somit die beiden außen liegenden Antennen überbrückt. Frech war in diesem Zusammenhang eine (angebliche) EMail von Steve Jobs in der er einem User antwortete:” Du hälst es einfach nur falsch”.

Heise.de berichtet: Die Empfangsprobleme beim neuen iPhone machen Apple jetzt auch juristischen Ärger. Mehrere Anwaltskanzleien reichten vor US-Bezirksgerichten Sammelklagen gegen den Elektronikkonzern und den Netzbetreiber AT&T ein, der das Handy in den USA exklusiv vertreibt. Lies den ganzen Artikel.

Ein neuer Eintrag in meiner Apple-Ist-Doof Liste.


30
Jun 10

Gulli.com: Apfelsupport.de wurde von Apple abgemahnt

Oh man, da reiht sich ja noch ein Artikel in meine aktuell immer größer werdenden Apple-Ist-Doof Liste. Wie Gulli.com berichtet, wurde die Website Apfelsupport.de durch Apple abgemahnt. [...] Apple hat den deutschen Anbieter Apfelsupport abgemahnt und ihnen eine Unterlassungserklärung zugeschickt. Die Verwechslungsgefahr mit Apple und seinen Produkten sei zu groß, hieß es in dem Schreiben, welches immerhin ohne Kostennote verschickt wurde. Till Heppner wird die Internetpräsenz seiner Reparaturwerkstatt unter dem Namen Bugsupport weiter betreiben. Am neuen Namen ist aber keinesfalls erkennbar, welche Produkte hier gewartet werden sollen. [...] Lies den ganzen Artikel.


30
Jun 10

Großmacht Apple – Segen oder Fluch

In der ZDF-Mediathek steht ein knapp 14 minütiger, kritischer Bericht von ZDF-Info über Apple zum anschauen bereit. Er setzt sich kritisch mit der Großmacht Apple – Segen oder Fluch auseinander und beleuchtet deren Geschäftsgebahren. Es wird die Geschäftsentwicklung von den Anfängen bis hin zum iPad betrachtet und der Siegeszug beschrieben sowie die aktuellen Diskussionen über intransparente App-Zulassung bis hin zur Bevormundung des Benutzer beleuchtet. Steve Wozniak (Woz) kommt genauso zu Wort wie andere Protagonisten aus allen Bereichen. Es geht natürlich auch um die stattfindende Zensur der Medien welche ihre Produkte veröffentlichen möchte, beispielsweise die B*LD-Zeitung die ihn ihrer App alle blanken Brüste mit einem Stern verhüllt. Manche nennen es einen Angriff auf die Pressefreiheit.

Denkt nicht anders, denkt wie wir!

Nicht ganz passend dazu, aber aktuell im FSCKLOG eine Meldung über Apples interne Vorgaben zur Empfangsproblematik des iPhone 4 – kein Garantietausch, kein Bumper.


9
Jun 10

Cupidtino – Apple als Partnerbörse

Meet an Apple fanboy or girl. So steht es groß auf dieser Website. Apple versucht sich jetzt nämlich auch als Partnerbörse. Was? Ja, ich habe davon bis Dato auch noch gar nichts gehört und war doch sehr verwundert. Cupidtino ist also eine wundervolle neue Datingseite, so steht es im About-Text. Hinter dem eigenwilligen Namen, einer Mischung aus der Bezeichnung für den Liebesgott und einem Hinweis auf den Apple Campus, verbirgt sich eine Partnerbörse speziell für Apple-Fans.

Derzeit befindet sich das Portal noch in der Betaphase, ab Juni soll es dann exklusiv auf dem Mac, iPhone und iPad Paare zusammenführen, die nach den Betreibern “oft die gleichen kreativen Berufe, Persönlichkeiten, den gleichen Sinn für Stil und Ästhetik, Geschmack und natürlich eine Liebe zur Technik haben.”

Die Plattform läuft zwar noch immer im Beta-Test, allerdings nun frei nutzbar für jedermann. Nur reagiert sie sehr langsam und lädt ewig, wahrscheinlich weil Apple das während der Beta-Phase noch auf einem Hinterzimmerserver (vielleicht ein Mac-Mini-Server) laufen lässt :-) Ich selbst habe mich nicht angemeldet (nicht mal aus Neugierde), finde es nur eine News wert, weil es mir irgendwie seltsam vorkommt.

Mal sehen, was daraus wird.

(via)


7
Jun 10

Deutsche Politik und Apple

Ich bin ja mit der aktuellen Entwicklung im Hause Apple nicht sonderlich zufrieden, weil ich die strikte Gängelung und die Abschottung nicht mag. Um so mehr freut mich die Ankündigung deutscher Politik, mal ein wenig nachzuprüfen. Und wenn es nur zu einem Überdenken der eigenen Strategie führt. [...] Weltkonzern trifft auf Bürokratie-Staat: Apple bekommt Gegenwind von deutschen Politikern, die laut “Spiegel” prüfen wollen, inwieweit Apple zur Verbreitung von Inhalten über seinen App-Store verpflichtet werden kann. Grund ist die wiederkehrende Zensur, Löschung und Vorenthaltung von Inhalten. Die inhaltliche Einflussnahme von Apple sei ein “Verstoß gegen die Presse- und Meinungsfreiheit, den wir so nicht hinnehmen können”, erklärt der Hamburger Medienstaatsrat Nikolas Hill. [...] Lies den Rest.