Wissenschaft


20
Jul 10

[CCC] Forderungen für ein lebenswertes Netz

Der Chaos Computer Club (CCC) hat seit Beginn seines Bestehens die Chancen und Möglichkeiten, die das vernetzte Leben mit sich bringt, erkannt und propagiert. Viele der ursprünglichen – damals noch futuristisch anmutenden – Visionen sind inzwischen nicht nur Realität, sondern Selbstverständlichkeiten in der Mitte der Gesellschaft geworden. Der Einzug des Internets in den Alltag fast der gesamten Bevölkerung hat uns Datenschutzsorgen gebracht, aber auch zu einer Demokratisierung, einer Bereicherung aus wissenschaftlicher, sozialer und künstlerischer Sicht geführt. Die Selbstheilungskräfte des Internets haben dabei viele befürchtete dystopische Auswüchse ohne staatliches Eingreifen verhindern können. Aus unserer Sicht liegt der aktuellen Diskussion eine Fehleinschätzung zugrunde, an welchen Stellen Regulierungsbedarf notwendig ist und an welchen nicht. Weiterlesen →


18
Jul 10

Die Sache mit dem Bohrloch

BP hat nach eigenem Bekunden eine wirksame Art und Weise zum Verschluss des Bohrlochs, aus dem seit über 80 Tagen Millionen von Liter Öl in den Golf von Mexiko strömen, gefunden. Doch nun wird der Stöpsel wieder abgebaut. Im Herbst soll das Loch dauerhaft verschlossen werden.

[...] “Wertvolle Informationen” will BP während des provisorischen Verschlusses des defekten Bohrlochs im Golf von Mexiko erhalten haben. In Kürze soll das Loch wieder geöffnet werden, dann strömt das Öl wieder in einen – angeblich besseren – Auffangtrichter. Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat der britische Energiekonzern BP die Tests an der neuen Abdichtkappe über dem defekten Bohrloch um weitere 24 Stunden verlängert. Nach dem Ende der Belastungstests solle das Bohrloch wieder geöffnet werden, teilte US-Krisenkoordinator Thad Allen mit. Das am Meeresgrund austretende Öl werde dann vollständig aufgefangen und zu Schiffen an der Oberfläche weitergeleitet. [...] [N-TV]


10
Jun 10

Sapere Aude

Großartige Argumentation von Fefe zur aktuellen Entwicklung der GEZ. Vorallem das Argument der selbstverschuldeten Unmündigkeit finde ich unschlagbar, hat ja schon vor 250 Jahren kein geringerer als Oberaufklärer Immanuel Kant massiv dafür gesorgt und es weiter getragen, als genau dieses Ziel (sich aus eben jener selbstständig zu befreien) zu unterstützen und zu verbreiten.

[...] Die GEZ ist tot. Bald sollen alle Gebühren abdrücken, ob sie einen Fernseher haben oder nicht.

Das Internet heult. Ich finde das gut.

So machen wir das auch überall sonst, wenn es um Kulturgüter geht. Bibliotheken, Theater, Oper, Kleinkunst, das finanzieren wir alles über Steuern. Jeder zahlt das. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung nutzt es. (Falls jetzt jemand einwenden will, dass man bei der Oper Eintritt zahlt: das bezahlt wenn es hochkommt die Putzkolonne und vielleicht noch die Heizung.) Und das ist gut so.

Denn wenn man es so macht, dass nur Leute, die es nutzen, dafür zahlen, dann haben Leute einen Anreiz, es nicht zu nutzen, weil sie glauben, dann Geld sparen zu können. Und so stürzen Leute in die Verblödung ab. Oder mal anders formuliert: in die selbstverschuldete Unmündigkeit. Das ist das Gegenteil dessen, was wir erreichen wollen.

Außerdem: wenn man den Leuten ein opt-out gibt, dann werden die Leute aufgeben, das System verbessern zu wollen. Sie schmeißen lieber ihre Glotze weg. Was nicht schlecht ist, versteht mich da nicht falsch. Aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ja mehr als Fernsehen. Wenn Leute die Wahl haben, sich den Stress zu geben, dafür zu kämpfen, dass alle öffentlich-rechtlich produzierten Sendungen für ewig im Internet archiviert und abrufbar sind, oder aufzugeben und sich in die Fänge der Privatfernseh-Verblödungsmaschinerie zu begeben, dann bleibt so wenigstens ein Anreiz, sich weiterhin für ein besseres System einzusetzen: man zahlt dafür.

Und, um mal den Radschlag zu wagen: alle reden von Kulturflatrate. Das ist mal eine. Ich habe in meiner Jugend meine gesamte Musiksammlung aus dem Radio kopiert. Meine Eltern haben das mit der GEZ-Flatrate abgegolten.

Und alleine dass dieser ganze Verfolgungs-Stasi-Datenbanksammel-Kack der GEZ-Schnüffelbrigaden aufhört, alleine dafür sollte es uns das wert sein. Eine Monsterdatenbank weniger.

Und ich muß mich auch nicht mehr mit dem Gedanken rumschlagen, ob der PC in meiner Firma vielleicht als Rundfunkgerät gewertet werden könnte. [...]


19
Apr 10

étude de faibles d’esprit

Ich weiß ja, wie schwierig es ist ein Thema für eine Studie oder ähnlichem zu finden, aber so ein Dumfug setzt allem die Krone auf. Selbst ich hätte da mehr Kreativität bei der Auswahl bewiesen.

Wie dem auch sei, französische Forscher haben jetzt das herausgefunden, was ich eigentlich schon immer vermutet habe. Die im „Weg-Rumsteher“, diese Geiseln der Menschheit stören unsere Kreise und sorgen ständig für Chaos, weil sie den gesamten Verkehr aufhalten. Insbesondere bei Gruppen von Touristen, Rentnern und Frauen zu beobachten.
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Dies wurde nun wie schon angedeutet, im Rahmen einer Studie, auf einem öffentlichen Platz in Toulouse, versucht zu beweisen. Hierbei kamen Kameras und Motion-Tracking Software für Analyse der Bewegungen zum Einsatz. Als Stichprobe dienten 4500 Menschen. Diese wurden dann zur besseren Analyse den 1500 Gruppen zugeordnet.

Das Ergebnis der Forscher war, dass Menschen, die mit Freunden oder Familienangehörigen unterwegs sind, langsamer gehen als andere. Oder vielmehr, dass kleinere Gruppen nebeneinander auf einer Linie laufen und dadurch sich wesentlich schneller fortbewegen, während In Mengen von drei oder mehr Menschen, ein V- oder U-ähnliches Laufmuster entsteht, in dem die Mitglieder in der Mitte zurückfallen und die äußeren näher aneinander rücken.

Dies ermöglicht laut den Forschern, außen Gehenden am Gespräch teilzunehmen, da diese V-Muster, Kommunikationen in größeren Gruppen ermöglichen, was dann allerdings auf Kosten der Geschwindigkeit geht.

Den ganzen Text erhaltet Ihr hier!!


29
Mrz 10

Das Ende ist Nahe! LHC startet :-)

CERN LHC TunnelMorgen ist es also so weit, die größte Maschine der Welt, der Large Hadron Collider wird zum ersten Mal Teilchen bei 7 TeV kollidieren lassen. Und das allerbeste, das CERN wird das Ganze, hoffentlich ohne Pannen und schwarze Löcher, im Netz zeigen. Auf der eigenen Seite wurde dafür ein Webcast eingerichtet. Um 8:30 Uhr unserer Zeit wird es losgehen.

Um sich den Online-Stream anschauen zu können, sollte man sich am 30. März ab 9:30 MEZ Uhr unter folgender Adresse einloggen: http://webcast.cern.ch/lhcfirstphysics

(via)


23
Nov 09

Komapatient war 23 Jahre bei Bewusstsein

Was für eine schreckliche Vorstellung, gefangen im eigenen Körper und der Umwelt ausgeliefert sein.

SpOn: [...] Rom Houbens Bewusstsein galt als erloschen, die Ärzte schrieben ihn ab. Tatsächlich war der Belgier nach einem schweren Autounfall zwar gelähmt, aber nicht komatös. Mehr als 20 Jahre lang musste der heute 46-Jährige machtlos seine Fehlbehandlung ertragen, bis der Irrtum schließlich auffiel. [...]

(via)


3
Nov 09

Die TU brennt! Die österreischischen Universitäten brennen!

Liebe KollegInnen an den deutschen Universitäten!

Die TU Wien brennt! Die österreichischen Universitäten brennen!

  • Erklärung der Protestierenden

Der Hörsaal 1 der TU Wien ist seit Dienstag, 27.10.2009 besetzt. Das Studierendenkollektiv erklärt sich solidarisch mit den BesetzerInnen des Audimax der Uni Wien. Neben den Forderungen der Uni Wien sollen die spezifischen Probleme der größten technischen Universität Österreichs aufgezeigt werden. Die Großdemonstration für freie Bildung am Mittwoch, 28.10., wurde mit einem eigenen Demonstrationszug von 1.500 TU-Studenten unterstützt.

  • Kurze Chronologie der Ereignisse

Begonnen hat der Protest am Dienstag, den 20.10.2009 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Es wurde von Studierenden und Lehrenden eine Arbeitsniederlegung beschlossen, und das Gebäude ist seitdem besetzt.
Seit Donnerstag den 22.10.2009 ist der größte Hörsaal Österreichs, das Audimax der Uni Wien, besetzt. Es hat sich eine riesige Protestbewegung entwickelt – zig verschiedene Arbeitsgruppen wurden gegründet, eine Volksküche eingerichtet, täglich gibt es Abendprogramm. Es wurde ein Live-Stream eingerichtet, weitere Informationen mit Links zu allen momentanen Besetzungen, sowie die genauen Forderungen der BesetzerInnen gibt es auf der Homepage http://unibrennt.at. Am Dienstag den 27.10.2009 fand auf der TU Wien eine Generalversammlung statt, bei der beschlossen wurde, dass auch der HS 1 der TU Wien besetzt wird. Informationen über die Besetzung, Live-Stream, Twitter findet ihr unter unserer Adresse http://tu-brennt.fsinf.at/. Am Mittwoch, den 28.10.2009 fand in Wien eine Demonstration von StudentInnen statt. Laut Auskunft der Veranstalter nahmen an die 50.000 DemonstrantInnen teil. Donnerstag, 29.10.2009: Erste Vorträge an der TU (alternativer Vorlesungsbetrieb), Solidaritätserklärung der Lehrenden der Uni Wien und des Österreichischen Gewerkschaftsbunds. Freitag, 30.10.2009: Spontandemonstration zur Akademie der Bildenden Künste und Podiumsdiskussion mit dem Rektorat der TU Wien. Mittlerweile sind alle namhaften österreichischen Universitäten, 10 an der Zahl, von Studierenden besetzt! Am kommenden Donnerstag, den 5. November findet in Österreich ein bundesweiter Aktionstag für freie Bildung statt! Weiterlesen →


8
Okt 09

Google erkennt die Schweinegrippe durch Nutzerverhalten zuerst

Wow, wie spannend das klingt.
Bildschirmfoto 2009-10-08 um 23.09.42
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat seinen Service “Grippe-Trends“, für den das Unternehmen Nutzeranfragen zum Begriff “Grippe” statistisch auswertet und Prognosen zu möglichen Epidemien oder Pandemien erstellt, auf nunmehr 20 Länder ausgedehnt, darunter auch Deutschland. Das “Grippe-Trends”-Frühwarnsystem basiert auf der Annahme, dass sich Patienten hinsichtlich ihrer Beschwerden zunächst online informieren, bevor sie zum Arzt gehen – und dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkt für die Häufigkeit von Grippeerkrankungen sein kann. [...] Weiterlesen auf Heise.de

Ist das eigentlich auch Web 2.0, eigens gebaute Pandemierkennung, mit Inhalt gefüllt durch infizierte Benutzer? Nee, das war polemisch.