Ausland


20
Aug 10

Das Ende des Irak Krieges hat begonnen

Siebeneinhalb Jahre nach dem Beginn des Irakkriegs und der Besetzung des Landes haben die letzten US-Kampftruppen den Irak verlassen.

Eine örtliche Gedenkstätte in North Carolina zählt gefallene U.S. Soldaten; Dezember 2007.

Eine örtliche Gedenkstätte in North Carolina zählt gefallene U.S. Soldaten; Dezember 2007.

Eine Bilanz

getötete Soldaten insgesamt seit Kriegsbeginn

(Stand vom 31. Juli 2010)

  • 4.731 getötete Koalitionssoldaten davon
    • 4.413 US-Soldaten
    • 179 britische Soldaten
    • 139 Soldaten anderer Nationen
  • 9586 getötete irakische Soldaten und Polizeikräfte (Stand vom 31. Juli 2010)
  • 467 getötete Angehörige von privaten Sicherheits- und Militärunternehmen, z. B. Blackwater Worldwide (Stand vom 31. Juli 2010)

Erschreckender als die Zahl der getöteten Soldaten ist wohl aber die Zahl getöteter Zivilisten, wobei die Wikipedia hier sehr verschiedene Aussagen aufzeigt, es gibt faktisch keine verlässlichen Zahlen

getötete Zivilisten insgesamt seit Kriegsbeginn

  • laut Bodycount: mindestens 89.111 Menschen
  • laut John-Hopkins-Uni bis zu 100.000 Menschen

Kosten

  • USA: 79 Milliarden US-Dollar für den Krieg und seine Folgen, davon 62,6 Milliarden US-Dollar reine Kriegskosten
    • Seit Beginn des Krieges etwa 497,2 Milliarden US-Dollar (Stand vom 24. Februar 2008); 616 Milliarden US-Dollar (Stand vom 24. Juli 2008)
    • Laut Joseph Stiglitz belaufen sich die „wahren Kosten“ auf etwa 3 Billionen Dollar (Zeit-Artikel vom 26. Februar 2008)
  • Großbritannien: 3 Milliarden Pfund = 3,7 Milliarden Euro

Im Umfeld der Kriegsaktivitäten fand offensichtlich in großem Umfang Misswirtschaft statt, außerdem wurden weitverbreitet betrügerische Aktivitäten durch beteiligte Unternehmen ermittelt, die bis zu 23 Milliarden Dollar in dunklen Kanälen verschwinden ließen. Die Untersuchung dieser Vorkommnisse wird aber von der US-Regierung unterbunden.

Quelle: de.wikipedia.org
Bildquelle: Nils Fretwurst 8. Dezember 2007


18
Jul 10

Die Sache mit dem Bohrloch

BP hat nach eigenem Bekunden eine wirksame Art und Weise zum Verschluss des Bohrlochs, aus dem seit über 80 Tagen Millionen von Liter Öl in den Golf von Mexiko strömen, gefunden. Doch nun wird der Stöpsel wieder abgebaut. Im Herbst soll das Loch dauerhaft verschlossen werden.

[...] “Wertvolle Informationen” will BP während des provisorischen Verschlusses des defekten Bohrlochs im Golf von Mexiko erhalten haben. In Kürze soll das Loch wieder geöffnet werden, dann strömt das Öl wieder in einen – angeblich besseren – Auffangtrichter. Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat der britische Energiekonzern BP die Tests an der neuen Abdichtkappe über dem defekten Bohrloch um weitere 24 Stunden verlängert. Nach dem Ende der Belastungstests solle das Bohrloch wieder geöffnet werden, teilte US-Krisenkoordinator Thad Allen mit. Das am Meeresgrund austretende Öl werde dann vollständig aufgefangen und zu Schiffen an der Oberfläche weitergeleitet. [...] [N-TV]


1
Jun 10

Wie groß ist der Ölteppich?

Um das mal zu veranschaulichen: Wäre Erfurt das Zentrum des Ölteppichs, würde er von Braunschweig über Leipzig und Frankfurt am Main bis Siegen und Kassel reichen. BP betreibt weltweit ein schmutziges Geschäft, hoffentlich bekommen die Aktionäre jetzt die Quittung. Die Visualisierung stammt von dieser Website und kann dort auf jeden beliebigen Ort übertragen werden.

(via)


6
Apr 10

Ja, auch ich: Wikileaks – Collateral Murder

WikiLeaks has released a classified US military video depicting the indiscriminate slaying of over a dozen people in the Iraqi suburb of New Baghdad — including two Reuters news staff. Reuters has been trying to obtain the video through the Freedom of Information Act, without success since the time of the attack. The video, shot from an Apache helicopter gun-site, clearly shows the unprovoked slaying of a wounded Reuters employee and his rescuers. Two young children involved in the rescue were also seriously wounded. For further information please visit the special project website www.collateralmurder.com

[...] Am 12. Juli 2007 kreisen zwei Apache-Hubschrauber über einem Viertel am Stadtrand von Bagdad. US-Truppen hatten die Luftunterstützung angefordert, nachdem es zu Gefechten mit Aufständischen gekommen war. “Ich habe Individuen mit Waffen”, berichtet einer der Piloten, “fünf bis sechs Leute mit AK-47.” Das verwackelte Schwarz-Weiß-Video der Bordkamera zeigt eine Gruppe, die ohne Eile um eine staubige Straßenecke biegt. Die Piloten bitten um Feuererlaubnis, die erteilt wird. Doch die Gruppe verschwindet kurz hinter einem Haus. “Fucking”, ruft einer der Piloten, “halt drauf, wenn sie auftauchen.” Die Gruppe taucht auf. Schüsse fallen, die Männer gehen zu Boden. Wenig später treffen US-Soldaten ein. Was sie finden, ist rund ein Dutzend Leichen auf der Straße und zwei verletzte Kinder im demolierten Auto. “Nun, es ist ihre Schuld, wenn sie ihre Kinder zum Kampf mitbringen”, sagt einer der Piloten. [...] FR-Online.de


Collateral Murder

Reuters hatte 2007 nach dem Zwischenfall die Herausgabe des Militärvideos gefordert. Das Pentagon weigerte sich. Nun geriet der Film Wikileaks in die Hände. Die Webseite stellt seit 2006 Interna aus Wirtschaft, Behörden und Politik ins Netz, ohne dass die Quellen zurückverfolgt werden können. [...] FR-Online.de

Falls das Video sicherlich alsbald nicht mehr verfügbar sein wird, gibt es hier bereits die Torrent-Datei für den kompletten Download des 615MB fassenden Films.


14
Mrz 10

Schnellschuss

So, nachdem Dirk ja nun in seinem soeben veröffentlichten Artikel echt übel auf getrumpft und den geneigten Leser mit gewiss-würziger Fremdartigkeit und Wissenswertem über Erlangen (ein 80er Hit der übelsten Sorte, hören sie hier) bereichert hat, werde ich sogleich mal wieder was völlig kontrovers zu Diskutierendes posten. Nämlich ein Video über einen Amerikaner, der besonders gut kann, was Amerikaner (meiner bescheidenen Meinung nach) eben können: mit Waffen schießen. Doch seht selbst.

Benelli Shotgun Amazing Shots


2
Feb 10

Neues aus der Farm

twitter_farmSeit Sonntag sitzen fünf Journalisten auf einem abgeschiedenen Bauernhof in Südwestfrankreich. Dort sind sie von der Welt abgeschnitten, außer von Twitter und Facebook. Die Reporter sollen von dort aus täglich informieren – als säßen sie im Studio in ihrem Sender, allerdings mit völlig anderen Nachrichtenquellen.

Sie dürfen auch untereinander nur via Twitter und Facebook sprechen, aber so wenig wie möglich in Echt. Tolle Idee, oder? Naja… eigentlich… bin ich mir auch nicht sicher, was ich davon halten soll.

Aber lest die krude Geschichte über 4 Männer und eine Frau, gefangen auf einer Farm in Frankreich, am Besten selbst auf Tagesschau.de.


1
Feb 10

Hilfe für Haiti

Hallo liebe Freunde und Freundinnen,

wie schön ist es nach einem anstrengenden Tag nach Hause zu kommen, die Füße hochzulegen und sich zu entspannen. Wie schön ist es fließendes Wasser aus dem Wasserhahn zu haben. Wie toll ist es in kalten Wintertagen einfach die Heizung aufzudrehen oder sich ins warme Bett zu kuscheln…

Wir alle haben die Bilder aus Haiti gesehen. Ein bereits armes Land mit Menschen in bitterster Not liegt in Trümmern. Kinder haben nicht nur ihr schützendes Dach über dem Kopf verloren, sondern oft auch die Erwachsenen, die sich um sie kümmern. Eltern, Großeltern, Geschwister, Tanten usw. sind unter den Trümmern begraben und können die Kinder nicht mehr schützen und versorgen.

Nun gibt es Menschen, welche diese Notlage ausnutzen und sich Kinder kaufen, aber auch Menschen, die sich darum kümmern, dass diese Kinder in ihrem Heimatland bleiben und menschenwürdig leben können.

  • Ein positives Beispiel ist hier Unicef
    (http://www.unicef.de/haiti_erdbeben21012010.html)

Nun haben einige Protagonisten der Fakultät Sozialwesen der FH-Erfurt lange überlegt, wie wir helfen können und sammeln nun seit Freitag Geld auf einem Konto. Dieses Geld wird dann am 1.März 2010 an UNICEF überwiesen.

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1
Nov 09

Rien ne va plus – nichts geht mehr, dass Casino ist wieder eröffnet!!

Und ohne Worte!! Ich lasse die Zahlen mal so kommentarlos und plakativ stehen!! Die Daten stammen aus TAZ, vom 15.10.2009, welche ich mir gestern auf den Weg nach Dresden zur Gemüte führte. Wir erinnern uns:

             

            Kosten der Finanzkrise

                               5.000.000.000.000 Dollar

 

und was machen die Verursacher?

  140 Mrd. Dollar: voraussichtliche Vergütungen der 23 größten Bankhäuser an der Wall Street 2009

JP Morgan Chase: Bonuszahlungen 2009: 29,504 Milliarden Dollar (133.971 pro Mitarbeiter)

Bank of America: Bonuszahlungen 2009: 30 Milliarden Dollar (106.040 pro Mitarbeiter)

Citigroup: Bonuszahlungen 2009: 22,073 Milliarden Dollar (71.204 pro Mitarbeiter)

Goldman Sachs: Bonuszahlungen 2009: 21,85 Milliarden Dollar (743.112 pro Mitarbeiter)

Morgan Stanley: Bonuszahlungen 2009: 16,4 Milliarden Dollar (263.595 pro Mitarbeiter)

 

 

wer wohl den Hauptteil der Zeche übernimmt?

  750 Mrd. Dollar: Rückgang der Einnahmen aller Entwicklungsländer seit 2007 aufgrund der Krise

340 Mrd. Dollar: prognostizierter Rückgang aller privaten und öffentlichen Kapitalflüsse in Entwicklungsländer 2009 gegenüber 2008

268 Mrd. Dollar: von der Weltbank prognostizierte Finanzierungslücke aller Entwicklungsländer 2009

230 Mrd. Dollar: prognostizierter Rückgang aller Bankkredite an Entwicklungsländer 2009