[Apple Watch] - TOP oder FLOP?

Seit dem 09.09.2014 ist nun auch klar: Apple wagt sich in neues Terrain und produziert nun auch Uhren, genauer: Smartwatches.

applewatch41Das Hauptthema der Apple Keynote 2014 war wie erwartet nicht das iPhone 6, sondern die bereits im Voraus vermutete Apple Watch. Doch was macht die Apple Watch so besonders gegenüber Smartwatches anderer Anbieter? Warum sollte man zum Apple Modell greifen und warum nicht? Was sind die technischen Spezifikation der Smartwatch? Wie lange hält der Akku der Apple Watch? All dies soll im folgenden geklärt werden.

Nun erstmal die Spezifikationen der Watch:

  • Digitale Krone
  • Retina Display (Auflösung unbekannt - 326ppi vermutet)
  • Display wird durch Saphirglas geschützt (Apple Watch SPORT wird durch gehärtetes Ion-X Glas geschützt)
  • Es wird zwischen Tippen und Drücken unterschieden
  • Taptic Engine (Benachrichtigungen werden durch haptisches Feedback angezeigt)
  • Lautsprecher
  • Herzfrequenzsensor an der Unterseite der Uhr
  • Sensoren an der Unterseite werden auch durch Saphirglas geschützt
  • Beschleunigungssensor
  • Eine komplette Computerarchitektur auf einem Chip
  • Wireless Charging ( Induktivladen)
  • Kaltgeschmiedeter Edelstahl für noch robusteres und stärkeres Edelstahl
  • verschiedene Armbänder
  • iPhone Voraussetzung (Ab Modell 5)

Genauere Informationen sind derzeit nicht bekannt.

Doch was macht die Watch denn nun so besonders anderen Smartwatches gegenüber?

Bis auf das einmalige und wunderschöne Design der Smartwatch kann es die Hardware der Uhr hingegen locker mit Smartwatches anderer Anbieter aufnehmen.

Doch auch das Design der Smartwatches anderer Anbieter ist mittlerweile annehmbarer geworden, doch Apple zeigte auch mit der Vorstellung der neuen Apple Watch, dass das Hauptaugenmerk des Konzerns nicht auf der Hardware sondern auf dem Design der Geräte liegt. So auch bei der Apple Watch.

  1. Die Digitale Krone ist ein schönes Gadget und erhält den schönen Uhrcharakter, andere Smartwatches können hier nicht mithalten.
  2. Retina Display mit einer vermuteten Auflösung von 326 ppi wäre natürlich super, dies wäre ein sehr hohe Auflösung für eine Smartwatch, ob die ppi-Gerüchte jedoch stimmen wird sich noch herausstellen
  3. Der Display wird nun wahlweise entweder durch gehärtetes Ion-X Glas oder Saphirglas geschützt. Sehr schön, mit Saphirglas als Displayschutz macht Apple einen guten Schritt und zieht zumindest in dieser Kategorie vor den Anbietern anderer Smartwatches vorbei, eine Displayschutzfolie sollte nun auch nicht mehr nötig sein. Die EInführung von Saphirglas als Displayglas bei der Apple Watch lässt vermuten, dass auch das nächste iPhone mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen mit Saphirglas geschützten Display bekommen wird. Wir sind gespannt.
  4. Die Apple Watch kann nun zwischen Tippen und Drücken unterscheiden. Während man mit Tippen das Layout des "Ziffernblatts" ändern kann und durch drücken andere kontextspezifische Steuerungen durchführen kann. Von Apple wird dies als "bedeutendste berührungsempfindliche Technologie seit Multi‑Touch" bezeichnet, das bezweifel ich allerdings. Ob sich das sogenannte "Force Touch" auch im Alltag als nützlich erweisen wird, wird der Praxistest 2015 zeigen.
  5. Die Taptic Engine soll das Empfangen von Benachrichtigungen wie Nachrichten über WhatsApp haptisch an den Träger der Uhr übermitteln, wie dies allerdings funktioniert verschweigt Apple. Vermutet wird eine Art Vibrationsmotor wie auch schon in Handys, der Benachrichtigungen haptisch an den Nutzer übermitteln soll.
  6. Ein kleiner spezieller Lautsprecher an der Apple Watch soll in Zusammenarbeit mit der Taptic Engine den Nutzer auf Benachrichtigungen Hinweisen oder eine Weckfunktion übernehmen
  7. Ein Herzfrequenzsensor an der Unterseite der Uhr soll über LEDs und Infrarotlicht und sichtbarem Licht sowie Fotodioden die Herzfrequenz des Trägers messen. Wie zuverlässig dieser Sensor im Alltagsgebrauch dann jedoch arbeiten wird bleibt dahingestellt, die Uhr müsste vermutlich ziemlich fest sitzen, außerdem ist die Oberseite des Arms an der der Sensor sitzt eine denkbar schlechte Stelle um die Herzfrequenz zu messen. Ähnlich wie der Herzfrequenzsensor des Galaxy S5 ist auch der Herzfrequenzsensor der Apple Watch mehr eine Spielerei. Für Sportjunkies die ihre Herzfrequenz während dem Sport gerne überwachen wollen sollte diese Funktion jedoch sehr interessant sein.
  8. Genauso wie das Displayglas sind die Sensoren an der Unterseite der Uhr auch durch Saphirglas geschützt, sinnvoll und gut gelöst.
  9. Ein Beschleunigunssensor soll Schritte und Kalorieverbrauch am Tag messen, auch eine Interessante Spielerei, aber wirklich nützlich oder notwendig ist auch diese Funktion nicht.
  10. Ein kompakter Chip mit einer gesamten Computerarchitektur wird in der Apple Watch verbaut sein, das Marketing hat die Web-Präsentation dieses Chips wirklich schön gestaltet, allerdings halte ich die Präsentation für etwas zu übertrieben. Der Chip soll mehrere Subsysteme (Untersysteme) miteinander vereinen.
  11. Der Akku der Apple Watch soll mittels Induktivladeverfahren geladen werden, gerade bei Smartwatches deren Akku derzeit ja auch noch nicht länger als ein Smartphone Akku hält ein sinnvoller und guter schritt. Das Induktivlademodul wird an der Unterseite der Uhr mittels einem Magneten über den Sensoren befestigt, das Induktivmodul rückt sich dann durch den Magneten automatisch an die richtige Stelle. Sehr schön gelöst!
  12. Durch Kaltgeschmiedetes Edelstahl soll das Gehäuse der Uhr bis zu 40% härter sein und weniger Kratzer empfindlich sein. Ob dem so ist wird sich nach Verkaufstart der Uhr zeigen.
  13. Apple wird seine Apple Watch mit einer Menge verschiedener Ausführungen auf den Markt werfen, auch Armbänder für jedermanns Geschmack werden dabei sein. Allesamt (laut Apple) sehr hochwertig verarbeitet. Die Armbänder können spielend leicht von jedermann gewechselt werden, dank Apples neu entwickelten Befestigungssystem für die Armbänder. Ein Klick und das Armband ist befestigt!
  14. Wie bei anderen Smartwatches (Samsung) ist auch bei der Apple Watch ein iPhone Pflicht um die Uhr sinnvoll nutzen zu können. Die Apple Watch unterstützt alle iPhone Modelle ab der Version 5. (iPhone 5)

Doch nun zum wichtigsten: Der Akkulaufzeit! 

Wie lange der Akku der Apple Watch halten würde hielt Apple auf der Keynote am 09. September 2014 noch bewusst zurück, umso mehr Vermutungen über den Akku der Uhr kamen dann auf.

Doch Apple lies die Nutzer nicht lange warten, nur wenige Tage nach der Keynote gab der Konzern die Akkulaufzeit der Smartwatch bekannt, sehr zur Ernüchterung der Apple-Fans.

Der Akku hält nur einen Tag!

Genau wie bei den Smartwatches der anderen Anbieter kann auch hier Apple keine Schippe drauf legen, auch der Akku der Apple Watch wird nicht länger als der vergleichbarer Smartwachtes halten. Schade. ((Der Akku der Pebble Smartwatch hält 4 - 7 Tage - hier gehts zum Test))


Fazit:

Mit der Apple Watch hat Apple einen wichtigen Schritt in neues Gebiet gemacht, der Konzern vergrößert mit der Apple Watch nun seine Hardware Angebote um ein weiteres edles Stück.

Die Marketing Abteilung von Apple hat auch bei der Präsentation der Apple Watch nichts falsch gemacht, sowohl auf der Keynote als auch im Internet wird die Uhr perfekt angepriesen, Apple wird viele Meschen überzeugen können die Apple Watch zu kaufen, obwohl die Unterschiede zu anderen Smartwatches verschwindend gering sind.  Ein wichtiger Schritt für Apple war es in der Tat, wirklich neu ist aber auch hier nichts, bis auf das Design konnte die Apple Watch bisher gegenüber anderen Smartwatches leider nicht oder nur bedingt überzeugen.

Wir sind dennoch gespannt wie sich die Apple Watch in der Praxis bewähren wird.

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