Inside Foxconn - Blick auf iPad Fabrik

Foxconn ist mehr als nur irgendein Auftragsfertiger für Elektronikprodukte. Das taiwanische Unternehmen gehört weltweit zu den größten seiner Art und produziert unter anderem Apples iPad, zum Beispiel in der südchinesischen Stadt Shenzhen. Als zweitem Reporter überhaupt wurde dem Büroleiter von Marketplace Shanghai Rob Schmitz Einblick in die dortigen Fertigungsstätten gegeben. In einem Video zeigt und erklärt er die Abläufe und Zustände vor Ort.

Foxconn ist nicht zuletzt vielen Leuten ein Begriff, da weltweit immer wieder Kritik an deren Umgang mit den eigene Mitarbeitern laut wurde, unter Anderem spannte Foxconn Fangnetze um die Gebäude auf, um die Selbstmordrate zu senken, und große Firmen die fort produzieren lassen, allen voran Apple ((alle großen Computerhersteller wie Acer nutzen Foxconn)), angehalten wurden, für Ordnung zu sorgen.

Die Produktionsstätten von Foxconn in Shenzen „Fabrik“ zu nennen, sei fachlich richtig. Mit 240.000 Angestellten und 50.000 auf dem Gelände wohnenden Arbeitskräften gleiche das riesige Areal aber eher einer Stadt. Zum Gelände gehörten neben den verschiedenen Fertigungshallen Fast-Food-Restaurants, Banken, Cafés, Einkaufsläden und sogar eine automatisierte Bücherei sowie ein Shop, in dem man Hochzeitsphotos machen lassen könne. Damit nicht genug, stelle Foxconn seinen Arbeitern verschiedenste Sportstätten wie Basketball- und Tennisplätze, Schwimmbäder und ein Fußballstadion zur Verfügung. Außerdem gebe es einen eigenen Radiosender sowie eine Fernsehstation.

Apples iPad beim Zusammenbau in der Foxconn Fabrik in Shenzhen.

Was hier mit der Kamera eingefangen und aufgeschrieben wird, sieht nach einem intakten Arbeitsumfeld aus - keine Spur von den in die Schlagzeilen geratenen Hungerlöhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und Selbstmorddrohungen seitens mies behandelter Mitarbeiter bei Foxconn und den oben erwähnten Selbstmorden. Möglich, dass das Unternehmen in einigen Punkten nachgebessert hat. Angesichts der Vorwürfe sollen Löhne tatsächlich deutlich angehoben und Überstunden gesenkt worden sein.

Disclaim: Artikel geschrieben auf einem iPad

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