Die GEMA und der Grooveshark (Tricks) [Update]

Wie ich sämlichen Timelines entnehmen kann, ist bei meinen Lesern und Followern in Sachen Online-Streaming-Radio der Dienst Grooveshark besonders beliebt. Grooveshark ermöglicht es seinen Usern, Musik mit Hilfe einer Suchmaschine zu suchen, zu hören und gegebenenfalls auch neue Musik hochzuladen. Pro Monat werden rund 50 bis 60 Millionen Songs von mehr als 400.000 Hörern abgerufen. Hammer. Soweit - so gut.

Seit heute allerdings geht ein großer Aufschreih durch das Internet - weil die GEMA (allen Bekannt als große Blockade von Youtube-Videos) nun auch für das Ende dieses Dienstes zuständig ist.

Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein.

Wir werden Sie vermissen! Sie können uns gerne schreiben. Wir hoffen, eines Tages zurück zu kommen. Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA zu schicken.
Die mobile Webseite ist jedoch weiterhin auch aus Deutschland erreichbar. Ansonsten kann man Grooveshark natürlich weiterhin auch mit einem im Ausland stehenden Proxy benutzen. Weiterhin funktioniert es auch gut, wenn man im Firefox-Plugin Anonymox als Land die "USA" auswählt - dies ist eine Alternative wenn man nicht so richtig mit den Proxies will.

[Update 16:00 Uhr Heise.de: Inzwischen reagierte die GEMA in mit einer schriftlichen Stellungnahme. Demzufolge habe der Anbieter seinen Dienst in Deutschland entgegen seiner Angaben nicht wegen unverhältnismäßig hoher Betriebskosten eingestellt: "Vielmehr weigert sich Grooveshark grundsätzlich, den von ihm betriebenen Dienst überhaupt in irgendeiner Form zu vergüten." Mit der GEMA habe Grooveshark bislang in keiner Form Kontakt aufgenommen.

Auch Simfy CEO Gerrit Schumann ging im Gespräch mit heise online auf Abstand zur Darstellung auf der Grooveshark-Homepage: "Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser Aussage und der Aufforderung, bei der GEMA vorzusprechen", so Schumann. "BITKOM und GEMA haben in den letzten Jahren viel dafür geleistet, dass endlich ein offiziell gültiger und akzeptabler Tarif für Flatrate-Angebote veröffentlicht worden ist."

Die GEMA fordert verärgerte Grooveshark-Nutzer in ihrer Presseerklärung abschließend auf, sich direkt beim Anbieter zu beschweren – in Ermangelung einer Telefonnummer über dessen Internetseite oder via Twitter.]


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