Das Coolness-Diktat. ARTE Doku über Apple

Die Produkte der Firma Apple, seien es Computer oder Telefone, vermitteln den Käufern beziehungsweise Nutzern eine bestimmte Lebensart und die Zugehörigkeit zu einer besonderen – oft auch als elitär bezeichneten – Gruppe der Gesellschaft, die äußerst anziehend wirkt. Durch den Kauf eines Macintoshs, eines iPhones oder iPods fühlt sich der Verbraucher automatisch auf einer Stufe mit Künstlern und anderen Antikonformisten.
Wie hat es die Firma Apple, die in einer bescheidenen Garage in Kalifornien ihren Anfang nahm und zu einem weltweit agierenden Konzern aufgestiegen ist, geschafft, die Kunden selbst zu den effizientesten Missionaren der Marke zu machen? Sogar das Logo – ein angebissener Apfel – steht für Rebellion und Freiheit. Apple scheint zu einer Art neuer Religion oder Weltanschauung geworden zu sein. Und ihr Guru heißt Steve Jobs, der vor kurzem gestorbene geniale Erfinder der kalifornischen Marke.

(Frankreich, 2011, 52 min) ARTE France

Erstausstrahlungstermin: Di, 13. Dez 2011, 20:17

Video und Beschreibung von der Internetseite:

http://videos.arte.tv/de/videos/das_coolness_diktat-4298324.html

http://videos.arte.tv/de/videos/


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3 thoughts on “Das Coolness-Diktat. ARTE Doku über Apple

  1. Eigentlich wollte ich mich zu so etwas gar nicht mehr äußern, weil es mir zu mühsam ist, ich will mich auch nicht streiten, aber Rebellion und Freiheit in den Zusammenhang mit Apple zu setzen, das geht mir eindeutig zu weit und ist blanke Verklärung. Das gilt vielleicht im beschränkten Bewusstsein der Kundschaft dieses Konzerns, die sich diese Produkte kaufen und nutzen, und meinen Sie tun damit die Welt verändern.

    Solche Schlagwörtern wie Missionierung, neue Religion oder Weltanschauung finde ich unheimlich und höre meistens nur im Kontext zu Vereinigungen wie Scientology. Das schrillen bei mir sofort alle Glocken. Das hat weder was mit Freiheit oder Rebellion zu tun. Ich habe letztens erst die Bilder aus Asien gesehen, bei dem Verkauf des neuen Iphone. Die haben sich fast totgeschlagen wegen einem “Produkt”. Das ist blanker Konsumterror, was widerum auch meine Vorstellung von Freiheit widerspricht.

    Und Steve Jobs war zweifellos ein genialer Marketingstratege, und ja, er hat die Freiheit seine Träume verwirklichen können, aber eben auch durch sein Geschäftsgebaren, brutalste Gewinnmaximierung, vielen anderen auf der Welt genau diese Freiheit verwehrt, mehr noch als das, er hat sich an ihren Elend bereichert und im Hinblick dessen das Apple jetzt erst zu mehr Transparenz bezüglich seiner Lieferanten bereit ist, bewusst bestimmt Verhältnisse in Kauf genommen und gefördert. Sein Standford-Rede, die ich im übrigen wirklich fabelhaft fand, ist Hinblick dessen, wie er wirklich gehandelt hat, eine unerträgliche Verarschung. Ich frage mich ernsthaft, an wen diese diese Rede gerichtet war? An sich selbst?

    Wenn man rebellieren sollte dann gegen sowas!!

    Das man ein genialer Unternehmer und trotzdem menschlich kein Dreckschwein sein muss, beweist ein Herr Gates, auch ein Pionier, auch in der Garage angefangen, auch ein genialer Marketingstratege, mit seiner Bill & Melinda Gates Foundation, in der er bis heute an die 29 Milliarden US-Dollar, aus seinem Privatvermögen stammen 7,9 Milliarden, zugeführt hat und damit Gesundheitsprojekte in Entwicklungsländern in Afrika und Asien finanziert. Das erste was Herr Jobs 1996 getan hat, alle Benefitsprogramme des Unternehmens, woran sich bis heute nichts geändert hat.

    Herr Jobs möge, dass meine ich ernsthaft, ihn Frieden ruhen, und falls es wirklich einen Gott bzw übergeordnete Instanz geben sollte, die über uns nach unserem Ableben richtet, dann möge er ihm die Gnade und Menschlichkeit erweisen, die er anderen zu Lebzeiten verwehrt hatte.

  2. “…brutalste Gewinnmaximierung…” Genau das ist falsch, Steve Jobs war der, der ein Produkt immer und immer wieder hat zurück gehen lassen wenn es nicht “perfekt” war. Steve Jobs hat für seine Visionen Geld verbrannt. Du hast die Doku also nicht gesehen. Schade Dirk, da brauche ich deinen ganzen Kommentar gar nicht erst lesen. Du hast ja auch kommentiert ohne die Doku zu sehen. DIE BESCHÄFTIGT SICH NÄMLICH KRITISCH UND KONTROVERS MIT APPLE, IM GEGENSATZ ZU DIR. (Du bist nur polemisch.)

    Am Anfang stand Apple für die Gegenkultur, gegen Größen wie HP, hingezogen zum Gebaren wie Atari… aber das weißt du natürlich alles nicht. Also macht es eh keinen Sinn mit dir zu diskutieren.

    Jan

    PS: Übrigens vermisse ich den kritischen Artikel über Samsungs Methoden im Umgang mit Arbeitern (Krebs) und Bedinungen in Fabriken von dir.

    • Dem ist nichts hinzuzufügen. Das Apple in der Überschrift hat wohl gereicht, um das da oben zu verfassen. Null eingehen auf die Doku!!