Wie ich 'Stalins Badezimmer' erschuf

Ich finde diesen Artikel über die Fälschung eines Wikipedia-Artikels (oder die Erweiterung eines Artikels um einen markanten Hinweis) schier unglaublich, sehr spannend und vor allem aber auch: nachdenklich stimmend. Ich habe beim Lesen des Artikels sogleich an ein Thesis-Thema in Form von: "Möglichkeiten der Geschichtsrevision mithilfe moderner Medien / des Internets" gedacht und denke mir, dass der Autor hätte seine Doktorarbeit drum herum stricken sollen - wenn er das vorher gewusst hätte. ((Was für ein peinlich-bekackter Satzbau, ich weiß))

Wegen der charakteristischen Keramikfliesen wurde die Straße zu DDR-Zeiten im Berliner Volksmund auch ‚Stalins Badezimmer‘ genannt.

Gefährtlich aber finde ich das Benutzen von Informationen in unreflektierter Form sowieso und schon immer, unabhängig von der Wikipedia. "Prüfe was du nutzt!"

BTW: Mittlerweile findet sich folgende Passage im betreffenden Wikipedia-Artikel, welcher das Thema der Fälschung aufgreift:

Kurioses Die Formulierung, die Karl-Marx-Allee wäre im Berliner Volksmund als „Stalins Badezimmer“ bezeichnet worden, wurde am 16. Februar 2009 scherzhaft in diesen Wikipedia-Artikel eingefügt. In der Folgezeit wurde diese Behauptung von mehreren Medien aufgegriffen. Nachdem ein Leserbrief in der Berliner Zeitung der Verbreitung dieses Ausdrucks im Volksmund bezweifelte, gab ein Journalist dieses Blattes an, er wäre der Autor der fraglichen Formulierung.

Artikelfoto: dsnob Gemeinfrei

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