Thunderbolt


Die neueste Generation der Macbook Pro Modellreihe unterstützt ja bereits den als FireWire Nachfolger gedachten und durch Intel sowie Apple entwickelten Anschluss Thunderbolt: Grund genug, Ihn hier einmal kurz vorzustellen.

Thunderbolt ist die Bezeichnung für die von Intel zunächst unter dem Codenamen Light Peak entwickelte Schnittstelle zwischen Computern, Monitoren, Peripheriegeräten und Unterhaltungselektronik, wie beispielsweise Videokameras oder Festplatten. Sie wurde auf der Hausmesse IDF 2009 erstmals intern und am 24. Februar 2011 offiziell vorgestellt. Aus Kostengründen wird zunächst auf eine optische Übertragung verzichtet, stattdessen wird eine elektrische Übertragung über Kupferkabel verwendet. Mechanisch und elektrisch ist Thunderbolt rückwärts-kompatibel mit dem DisplayPort mit Mini-DisplayPort-Steckern.

Die ersten mit dieser Technologie ausgestatteten Geräte sind Notebooks der Reihe MacBook Pro von Apple, die seit dem 24. Februar 2011 erhältlich sind. Thunderbolt soll sich nach den Plänen von Intel als ein universeller Anschluss durchsetzen und für die nahe Zukunft genügend Kapazität für den Transfer von großen Datenmengen bieten. Thunderbolt basiert auf mehreren parallelen bidirektionalen Kanälen, auf denen seriell Daten übertragen werden. Dabei werden existierende Protokolle wie DisplayPort und PCI-Express verwendet. Für den Anfang kommen zwei bidirektionale Kanäle mit Transferraten von je 10 GBit/s zum Einsatz, die Technologie bietet aber Potenzial für weit höhere Bandbreiten. Außerdem besitzt die Technologie die Fähigkeit, unterschiedliche Protokolle zu unterstützen, wodurch sie in verschiedenen Einsatzbereichen verwendet werden kann. Elektrische Kabel werden von Intel auf bis zu drei Meter spezifiziert, optische Kabel schaffen weitaus mehr (Quellen sprechen von 10 Meter und mehr). [Wikipedia]

Kommen wir aber nach all der Theorie bitte zu praktischen Einsatzgebieten, denn noch gibt es vorallem eins nicht: Geräte für den neuen Anschluss!

Benchmarks:
Heise hat auf seinen Websites einen Thunderbolt-Raid-System testen können.

Mit 3-GByte-Blöcken stieg die Transfergeschwindigkeit im Mac & i-Kurztest auf etwa 350 MByte/s – das ist bereits das Vierfache von FireWire 800. Für einen Prototypen nicht schlecht.

Passend zum Thema hat sich gestern doch noch die News eingeschlichen, dass Canon wohl sehr auf Thunderbolt abfährt und es gern verwenden will, so es denn in breiter Masse verfügbar ist.

Viel mehr Thunderbolt gibt es wie oben bereits erwähnt noch nicht, aber mit Sicherheit wird das wesentlich besser als USB 3.0, obwohl es sich wohl daneben etablieren und USB nicht ersetzten wird. Thunderbolt ist wesentlich schneller aber sehr wahrscheinlich auch sehr viel teurer als USB 3.0 Chips und Anschlüsse, so wird Thunderbolt bei speziellen Geräten (wie eben HDD/SSD-Raids, HD-Videoschnitt usw.) aber seinen Markt finden und USB 3.0 den Massenmarkt überschwemmen, denke ich.

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