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zensiert, censored, jmstvLiebe(r) BesucherIn, bitte nehmen Sie sich etwas Zeit und lesen sie folgenden Artikel, der tagesaktuell auf Heise.de steht. Es geht um den neuen Jugendmediendien-stestaatsvertrags (JMStV), der sich zur Zeit in der Novellierung befindet und wohl bald Realität sein wird. Leider ist es nicht so wie beim Glücksspielstaatsvertrag, der ja quasi kurz vor der Cancelung steht, sondern eher genau umgekehrt. Mein Weblog ist wie ganz viele andere natürlich auch davon betroffen und auch mir ergeht es eigentlich wie dem unten erwähnten VZlog. Mal sehen, was ich mir überlegen kann. Nach diesem Vertrag müsste ich alle meine Inhalte durchgehen und mit einem Alterslabel (ab 6, ab 12, ab 16, ab 18…) versehen. Die Zeit dafür aufzubringen, scheint mir schier unmöglich. Für die Inhalte, die ab 16 oder ab 18 eingestuft sind (und das ist das Default-Label) müsste ich außerdem einen wirksamen Zugangsschutz mit Alterskontrolle implementieren. Einen solches zugelassenes Verfahren gibt es derzeit nicht, und wenn es das gäbe, wäre es nicht kostenfrei zu haben… (Kristian Köhntopp in seinem Weblog). Es bleibt bescheiden.

Begriff: Der Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (kurz: Jugendmedienschutz-Staatsvertrag oder JMStV) ist ein Staatsvertrag zwischen allen deutschen Bundesländern. Er enthält Nachfolgeregelungen zu Jugendmedienschutz-bestimmungen, die früher im Rundfunkstaatsvertrag und im Staatsvertrag über Mediendienste enthalten waren.

Leider muss ich mir natürlich auch zu Recht anhören, dass es jetzt viel zu spät ist um sich dagegen aufzulehnen und man schon im Januar diesen Jahres oder noch viel eher, vor dem Internet, dagegen hätte schießen müssen.

“DIRK? Jetzt musste hier mal die 4800 Artikel durchgehen und deinen Schweinekram mit Balken übermalen!”

Und jetzt, Heise zum Thema: “Blog macht wegen neuem Jugendschutzgesetz dicht” [heise.de]

Artikelbild: (C) Peter Dutton Creative Commons Attribution 2.0 Generic


Ein kleines bisschen Datenbank-Voodoo:
Geschriebene Wörter: 314
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  • lugo

    waer es nicht einfacher gewesen auf den heiseartikel zu linken anstatt ihn in gaenze hier reinzustellen?

    • http://thafaker.de Jan.Profan

      Stimmt, habe ich jetzt getan.

  • sirdirk

    Das ist echt der Hammer. Ich bin mir aber in diesem Fall wirklich nicht sicher was ich davon halten. Ich formuliere das mal so, aus Sicht von Eltern, scheint dieser Vertrag wirklich eine Verbesserung zu sein, den seien wir ehrlich, Porn&Crime machen sicherlich den Großteil des Topics im Internet aus. Und wenn man eigene Kinder hat, möchte man natürlich nicht seinen Filius bei schauen von “A Cockwork Orange” erwischen. Auf der anderen Seite sage ich mir aber, warum das so spät kommt, jetzt wo es die Infrakstrukure steht, sich eine Bloggerszene entwickelt. Das hätte schon vor Jahren passieren sollen. Inzwischen lässt sich das aber kaum noch kontrollieren und ich habe eher das Gefühl, dass das ein weiterer Versuch ist, das Internet zu kontrollieren. tritt das wirklich in Kraft, sollte man sein ezuch im Ausland hosten.

    @Jan

    was für ein Schweinskram? Du hast doch die Mumu von Britney geblockt :-)

    • http://thafaker.de Jan.Profan

      Die war damals von mir zensiert! :-) Aber nicht weil es pornographisch ist, sondern weil ich es so hässlich fand.

      Man darf das Internet nicht zensieren, nicht durch eine staatliche Institution, den letzten Ort an dem ich Informationen erhalten kann, ohne dass sie vor geprüft und auf ihre Sinnhaftigkeit aussortiert werden, wie bei allen großen Zeitungen üblich – eine Meinung vorkauen. Hast Du mal was von “Medienkompetenz” gehört? Das ist in meinen Augen viel wichtiger, also dass Eltern ihren Kindern beibringen, mit Videospielen, Egoshootern, dem Internet oder auch beknacktem Privatfernsehen umzugehen und es selbstständig sinnvoll zu sondieren – was immer das im Einzelnen bedeuten mag. Es darf doch kein Staat irgendwelche Internetseiten mit zweifelhaften Versuchen zensieren! Jeder hat ein Recht auf alle Informationen, sie sollten immer Frei sein – und ein jeder hat auch das Recht darauf, sich seine Meinung dann später selber zu basteln.

      Genau wie bei Wikileaks: nicht alle Informationen sind besonders wichtig oder großartig, aber genau darauf kommt es ja an: sich ungefilterte Informationen anzuschauen und dann selbst entscheiden zu können, was man davon hält. Es grenzt ja an Entmündigung wenn ich dafür sorge, dass Du gewisse Informationen nicht erhalten sollst, weil ich der Meinung bin, du kannst -aufgrund welcher kognitiven Einschränkungen auch immer- nicht damit umgehen. Medienkompetenz stünde auch vielen Politikern sehr gut zu Gesicht.

Über den Autor

Krafft Prinzmetal

Krafft studiert in Erfurt. Neben den Inhalten seines Studiums mag er Technik in vielen Varianten, Computerei sowie Sprache und "Feingeistig-Kulturelles". Weitere Informationen über ihn gibt es hier. Folgen sie uns doch bitte auf Facebook oder Twitter.


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