LED LENSER M7 - intelligente LED Technik vom Feinsten

[Trigami-Review]

Da haben sich die Jungs von Zweibrüder Optoelectronics (TM) aber mal wieder selbst übertroffen. Die Rede ist von der neuen LED LENSER M7, einer absoluten Hightech Taschenlampe des Profi-Bereichs. Und meine Aufgabe ist es, das Teil ein wenig zu testen, die Funktionen darzustellen und sie ein wenig auf Herz oder Nieren zu prüfen. Eigentlich wollte ich das ja im Urlaub beim Camping machen, was gibt es besseres als die Lampe zum Testen ins Meer werfen zu können :-), aber leider hat es sich dann doch nicht ergeben.

Doch bevor wir beginnen: Die M7 fühlt sich sehr gut in der Hand an, sehr wertig und perfekt verarbeitet. Nicht umsonst ist sie mit dem renommierten Red Dot 2010 Design Award ausgezeichnet worden, einem Preis für Industriedesign (den jeder Hersteller wenigstens ein mal in seinem Leben erhalten möchte), also für Dinge, die man auch wirklich benutzen kann.

Allgemeine Informationen

Die LED LENSER® M7 vereint Komfort und Dynamik. Sie verfügt über eine Lichtintelligenz, die durch programmierbare Microcontroller gesteuert wird. Diese Microcontroller stehen für das M im Namen der Lampe und sind das Kernstück der Smart Light Technology (SLT). Die Smart Light Technology ist ein elektronisches Lichtsteuerungssystem, das unterschiedliche Lichtprogramme (Professional, Easy, Defence) mit verschiedenen Lichtfunktinen (Morse/Tactical Task, Boost, Power, Low Power, Dim, S.O.S, Strobe) bereitstellt. Die M7 erlaubt zudem stufenloses Dimmen. Die Auswahl der Funktionen ist individuell und erfolgt über einen einzigen Tast-Schalter. Zusätzlich zu den Lichtprogrammen steuert die S.L.T. auch das Entladeverhalten der Lampe. Sie wählen zwischen konstant abfallender oder gleichbleibender Stromentnahme und Helligkeit. Durch unseren neuartigen Fast-Lock-Mechanismus ist erstmalig die Arretierung unseres stufenlos verstellbaren Advanced Focus System möglich. Die Lampe strahlt mit einer Helligkeit von 220 Lumen, leuchtet 255 Meter weit und hält bis zu 11 Stunden Dauerleuchten durch. Sie wiegt 193 Gramm und ist 137 Millimeter lang. Man betreibt sie mit 4 kleinen AAA Batterien, das sind 7,2 Wh.

Die Lampe und ihr Zubehör

Die M7 kommt mit allerlei Zubehör das aufgrund seiner nützlichen Funktionen einer kurzen Erklärung bedarf:
  • Smart Card: Die Smart Card dient dazu, die wichtigsten Funktionen der Lampe übersichtlich in Kreditkartenform darzustellen, damit man sie immer parat hat. Dies scheint auf den ersten Blick wenig sinnvoll, aber wenn man bedenkt, dass die M7 ob all ihrer vielen Funktionen mit nur einem Knopf auskommt, ist es immer gut die verschiedenen Modi-Schaltungen parat zu haben.
  • Intelligent Clip: Klingt nach Raumfahrttechnik, ist aber im wahrsten Sinne des Wortes ein sehr robust wirkender Clip um die Lampe beispielsweise an der Hose befestigen zu können. Der Clip ist um 360 Grad drehbar.
  • Handschlaufen: Eine praktische Schnur liegt auch im Karton, der hinten an der M7 befestigt werden kann, um sie besser herum tragen zu können.
  • Gebrauchsanweisung: Der M7 liegt natürlich auch eine A3 große Gebrauchsanweisung in allen wichtigen Sprachen bei, welche auf einen Blick den Wechsel der Batterien beschreibt sowie auf die Energy und Light Modi eingeht. Zu den letztgenannten später mehr

Die Funktionen der M7

Die M7 wäre nicht solch eine professionelle Lampe, wenn sie keine besonderen Funktionen besitzen würde, auf die ich nun kurz beschreibend eingehen möchte.

Der Fokus (Advanced Focus System): Fokussiert (Fernlicht) wird das Licht durch einen Spiegel gebündelt und man erhält einen kleinen, nicht weit ausstrahlenden Lichtkegel, der extrem weit leuchtet. Das besondere an der LED LENSER ist aber, dass auch das diffus ausgestrahlte Licht durch die Linse gebündelt wird. Dies ist bei konventionellen Reflektoren nicht der Fall. Im Ergebnis bündelt die Lampe bis zu doppelt so viel Licht als herkömmliche Lampen. Defokussiert strahlt die LED kreisrundes Licht zum Ausleuchten des Nahbereichs oder -profaner- zum Lesen aus. Gut zu benutzen beim Zelten beispielsweise, einfach, wenn man bei absoluter Dunkelheit eben noch was erkennen muss oder will.

Umschalten kann man den Fukos spielen einfach vorn an der Lampe, indem man ihn nach vorn oder hinten verschiebt. Mit einem Dreh nach links kann man den Fokus fest stellen, damit er sich später nicht verschiebt.

SMART Light Technology: Die Technologie besteht aus computeroptimierten Microcontrollern, die sich in allen Produkten der M Serien finden. Als Ergebnis gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Lichtprogrammen und als Besonderheit deren Kontrolle über nur einen Tast-Schalter. Einfach einfach. Weiterhin kümmert sich die Smart Light Technologie auch um den Energieverbrauch, die Lampe geht effizienter mit ihren Batterien um als es andere Taschenlampen tun.
Die Lichtmöglichkeiten
:

  1. Boost - Kurzzeitig bis zu 130% mehr Licht (durch tippen und halten des Einschaltknopf)
  2. Morse-Funktion
  3. Dim - Stufenlose Dimmfunktion von 15% bis 100%
  4. Blink - Blinklicht
  5. Power (100% Leistung)
  6. Low Power (15% Leistung)
  7. SOS Signalisierung (3x kurz Blinken, 3x lang und 3x kurz)
  8. Strobe – Stroboskoplicht
Diese aufgezählten Funktionen verteilen sich auf drei sogenannte Lichtprogramme (Professional, Easy und Defense), die ich nun kurz beschrieben möchte.
  • Defense Mode: Der Verteidigungsmodus eignet sich für Personen, die sich verteidigen müssen. Als Einsatzzweck seien hier Wach/Schließdienste genannt. In diesem Modus kann die Strobe-Funktion sehr schnell mit nur einem Touch abgerufen werden. Das erstaunlich helle und schnell pulsierende Licht blendet den potenziellen Angreifer und verschafft kostbare Zeit. Dies ist nicht ganz ungefährlich, epileptische Anfälle werden durch solches Licht ausgelöst, allerdings ist das im Fall des Falles, z.B. auch für Frauen, eine gewisse Hilfemaßnahme. Im Verteidigungsmodus stehen zwei Funktionen zur Verfügung: Power und Strobe.
  • Easy Mode: Damit hat man die Standardfunktionen einer Taschenlampe zur Verfügung. Man kann zwischen Power, Low Power und Dimmer wechseln. Hier kann man die Lampe im Sparmodus betreiben oder bei Bedarf auch die volle Leistung abrufen.
  • Der Professional Mode ist für fortgeschrittene Benutzer wie Geocacher etc. geeignet, die jederzeit alle 8 Funktionen zur Verfügung haben wollen. Nur in diesem Modus stehen die Signalisierungsfunktionen, wie SOS und Blink zur Verfügung, die in Notsituationen von Vorteil sein können, um auf sich aufmerksam zu machen.
  • Um 130% mehr Leuchtkraft zu erhalten, tippt und hält man den Einschaltknopf gedrückt wenn die Lampe ausgeschaltet ist.
Wie bereits bei den Funktionen schon kurz angesprochen, steuert der intelligente Mikrochip auch zwei Energiesparmodi. Energy Saving und Constant Current:
  • Energy Saving: Ist für den laufzeitoptimierten Einsatz ausgelegt. Dabei wird die Lichtstärke gesteuert. Diesen Modus kennt man von jeder Taschenlampe. Je länger die Taschenlampe im Betrieb ist, umso schwächer leuchtet sie.
  • Constant Current Mode hier wird die Lichtstärke der LED-Taschenlampe konstant gehalten. Die Helligkeit wird über die integrierte Temperatur-Kontroll-Einheit reguliert.
Zwischen den genannten Energiemodi kann man wechseln, indem man den Schalter 8-mal antippt und die Lampe einschaltet. Das Ganze muss innerhalb von 5 Sekunden erfolgen.
  • Eine coole und vor allem kluge Funktion ist das Low Battery Message System, welches ein Teil der Smart Light Technology ist. Es zeigt rechtzeitig, ca. 5 min bevor die Batterien erschöpft sind, einen notwenigen Wechsel durch Blinksignale (alle 10 Sekunden) an. Andere geregelte Taschenlampen gehen plötzlich aus und man steht im Dunkeln.
Wie wechselt man nun den Lichtmodus? Um in einen anderen Modus zu wechseln, muss man den Schalter 4x tasten und beim fünften Mal ganz durch drücken. Die LED-Lampe bestätigt den Wechsel entsprechend durch einmal aufblinken für Professional, zweimal für Easy und dreimal für den Defensemode.

Wie wechselt man den Energiemodus?
Dies geschieht ganz einfach, wenn man innerhalb von fünf Sekunden 8x den Einschaltknopf antastet und beim neunten Mal durchdrückt. Auch hier gibt die Lampe ein Feedback für den erfolgten Wechseln in Form eines Lichtsignal.

Die Modi zu wechseln klingt eventuell etwas komplex, aber das ist es ganz und gar nicht. Wenn man sich nur 5 Minuten mit der Lampe beschäftigt, hat man diese Grundlagen sehr schnell verinnerlicht, zumal es immer die selbe Aktion ist. Und den Energiemodus wird man nicht bei jeder Benutzung verändern wollen, genau so wie den Lichtmodus. Vielmehr hat sich bei meinen Tests heraus gestellt, dass das wilde Gespiele nur am Anfang überwiegt, nach einer gewissen Zeit legt man sich auf seinen Lieblingsmodus fest und nutzt fortan diesen.

Ein paar Foddos

Ein paar kleine Beispiele für die Leuchtfähigkeit der LED LENSER M7. Leider hatte ich nicht genügend Zeit für mein groß geplantes Testszenario, deshalb hoffe ich, dass die Bilder dennoch überzeugen können. In der Dunkelheit wirkt die Leuchtkraft der Lampe aufs menschliche Auge aber definitiv super, da bleibt kein schwarzes Loch dunkel :-)

Mein Balkon mit Wäschestände, bei Nacht.

Mein Balkon mit Wäscheständer, bei Nacht mit M7.

Mein Balkon, Focus Fernlicht, M7

Eine Besonderheit...

...stellt zweifelsohne das Batteriemagazin der M7 dar. Ausehend wie aus einem Trommelrevolver, nimmt es die 4 nötigen (mitgelieferten) AAA-Batterien auf um mit 7,2Wh zu erstrahlen. Es ist extrem wertig und wenn man die Lampe aufgeschraubt hat, sieht man, wie beispielsweise ein Gummiring das Innere vor Feuchtigkeit schützt. Schön ist natürlich, das keine teuren Fotozellen oder Spezialbatterien verwendet werden, sondern man sich vor Gebrauch der Lampe im Supermarkt um die Ecke mit Standard-AAAs eindecken kann. Akkus sind aber natürlich auch möglich. Die M7 ist aufgrund ihrer Elektronik und Spannungsregulierungseinheit generell für die Verwendung von Akkus geeignet und freigegeben.

Diverses

Um die Navigation durch den reichhaltigen Fundus der Informationen zur LED LENSER M7 zu vereinfachen, habe ich hier eine Link-Liste zusammen gestellt: