Feiertage

Feiertage sorgen doch bei vielen für heitere Stimmung, Erholsamkeit, Ruhe und natürlich auch Geborgenheit vorm quasi-Getöse des Lebens, des Alltags. Allerdings ist es töricht zu glauben, dies sei überall so. Es folgen zwei Ereignisse, die ich neben meiner persönlichen Weihnachtsfeierlichkeit wahrgenommen habe.

Yves Rocher ist gestorben und Vic Chesnutt hat sich das Leben genommen.

Vic ChesnuttEine hohe Arzneidosis eines Muskelrelaxans ist dem US-Folksänger Vic Chesnutt, 45, zum Verhängnis geworden. Sehr wahrscheinlich doch absichtlich. Erst viel er noch ins Koma. Der Folk-Musiker mit der hohen Stimme und der ebenso rauen wie poetischen Lyrik starb am ersten Weihnachtsfeiertag in Athens, im US-Bundesstaat Georgia. Chesnutt war seit einem Autounfall in den 80ern an den Rollstuhl gefesselt. Er wurde durch REM Sänger Michael Stipe entdeckt und konnte zum Schluss nicht mal mehr seine Arztrechnungen bezahlten. In den 90ern galt er als starker Konsument von Drogen und Alkohol. Trauriges Ende.

Yves Rocher gilt als Erfinder der Kosmetik auf pflanzlicher Basis und als Pionier des Verkaufs auf dem Versandweg. Im Alter von 14 Jahren, nach dem Tod seines Vaters begann er damit, seiner Mutter in Yves Rocherderen kleinem Textilhandel zur Hand zu gehen. Eine alte Heilerin vertraute ihm die Rezeptur für eine blutstillende Scharbockskraut-Salbe an. Rocher entschied sich, solche Salben handwerklich auf dem Dachboden des Hauses der Familie herzustellen und im Direktvertrieb damit zu handeln. Im Jahr 1958 gründete er daraus das nach ihm benannte Unternehmen Yves Rocher als Versandhandel. Das Kosmetikunternehmen wurde in den kommmenden Jahrzehnten zu einer weltbekannten Marke. 1969 eröffnete Yves Rocher in Paris sein erstes Geschäft. Er setzte zeitlebens auf pflanzliche Zutaten und lehnte künstliche Inhaltsstoffe ab.

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