Anders als meine reißerische Überschrift andeuten soll, muss das Thema doch irgendwie kontrovers diskutiert werden, denn so eindeutig wie man vielleicht meint, ist die Wahl des Schuldigen gar nicht.

Wie heise.de berichtet: «Ein schwedisches Gericht hat vier Verantwortliche des Torrent-Trackers The Pirate Bay der Beihilfe zur schweren Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden und zu einjährigen Haftstrafen sowie Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt. Der Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen Schwedischen Kronen (2,75 Millionen Euro) soll verschiedenen Film- und Musikunternehmen zu Gute kommen. Schon vor dem Urteil hatten die Angeklagten angekündigt, im Falle eines Schuldspruchs in die Berufung zu gehen.»

Andere Quellen berichten: «Unabhängig vom Urteil im Fall der Musikindustrie gegen Pirate Bay fragen die Blogger: Sind die von Rechtsextremen und Pornowerbung finanzierten Musikpiraten wirklich die Guten?»

Johnny Haeusler schreibt auf Spreeblick: «So sehr ich die Argumentation unterstütze, dass die Telefonfirma nicht für die geführten Gespräche verantwortlich gemacht werden kann, so seltsam empfinde ich die große Unterstützung der Netzgemeinde für das schwedische Unternehmen, das mit finanzieller Unterstützung von Rechtsextremen keine Probleme zu haben scheint und die eigene Moral auslagert.»

Andererseits birgt auch die Musikindustrie selbst, außer für große Namen, für unbekanntere Künstler keine Alternative im Business... Es bleibt also abzuwarten, wer sich (yo, Metallica sicher) nun nach the fall of thepiratebay mit den dicken Majors solidarisieren wird.