Als ich heute das Feullitone der FAZ überflog, stieß ich auf einen Beitrag, welcher mich in Erstaunen versetzte und ein Kopfschütteln hervorrief. Das der alte Henry Ford, ein erzkonservativer, gläubiger Mensch war, wusste ich schon im Vorfeld meiner Recherchen aber das aktiv an dem Aufbau der Wehrmacht, vielmehr noch, mit seiner mehrbändigen Schrift “The international Jew”, aus denen einige Passagen entnohmen wurden und in Hitlers “Mein Kampf” zu finden sind, als Rassentheologe in Erscheinung trat und damit Nazigrößen wie Hitler, Himmler oder auch Baldur insperierte, was teilweise dazu beitrug das diese erst antisemitisch verbremt wurden, war mir neu.
Reichsjugendführer Baldur in seiner Aussage beim Nürnberger Prozess:
Das ausschlaggebende antisemitische Buch, das ich damals las und das Buch, das meine Kameraden beeinflußte [...] war das Buch von Henry Ford ‘Der internationale Jude’. Ich las es und wurde Antisemit. Dieses Buch hat damals auf mich und meine Freunde einen so großen Eindruck gemacht, weil wir in Henry Ford den Repräsentanten des Erfolgs, den Repräsentanten aber auch einer fortschrittlichen Sozialpolitik sahen.“
Laut meinen Recherchen kaufte Ford 1919 die Dearborn Independent”, welche in den folgenden Jahren durch antisemitische Artikel, wie z.B. die Protokolle der Weisen von Zion auffiehl. In Deutschland veröffentlichte Ford in den 1920er mehrere anti-jüdische Artikel, zusammengefasst in vier Bänden, unter dem Titel “Der internationale Jude – Ein Weltproblem”, wo abstruse Verschwörungstheorie aufgestellt wurden.
Selbst eine Intervention des Präsidenten “Woodrow Wilson” diese antisemitische Hasstiraden einzustellen, veranlasste Ford nicht zum Einleken. Erst unter dem Druck einer Verleumdungsklage des Journalisten Herman Bernstein beendete Ford das Kapitel “Dearborn Independent” im Dezember 1927. Darüber hinaus war Mitglied des America First Committees, welches die Teilnahme der USA am Zweiten Weltkrieg zu verhindern suchte.
Aber nicht nur ideologisch sondern auch produktiv betätigte sich Ford. So war die “Ford Motor Company” am Aufbau der deutschen Streitkräfte beteiligt. In Berlin wurde 1938 ein Rüstungswerk, welches LKWs für die Wehrmacht produzierte, in Betrieb genommen. Produziert wurden in diesem Werkinsgesamt 78.000 Lkw und 14.000 Kettenfahrzeuge für die Wehrmacht. Das verwerlichste war, das in diesem Werk Zwangsarbeiter beschäftigt wurden, welche man für vier Reichsmark pro Tag von der SS auslieh.
Für seine Verdienste um das Dritte Reich, sowie der ideologischen , erhielt Ford 1938 das Adlerschild des Deutschen Reiches und war damit der erste Amerikaner, dem diese Auszeichnung zuteil wurde. Die Auszeichnung wurde begleitet von einer persönlichen Glückwunschnachricht Adolf Hitlers (Detroit News, 31. Juli 1938).
Tags: Adlerschild, Dearborn Independent, Der internationale Jude - Ein Weltproblem, Dritte Reich, Henry Ford, The international Jew





















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