The Internet ist noch immer for Porn...

Da kommt ein Mann und stielt einem anderen Mann etwas. Klarer Fall, sowas darf man nicht.

Was aber, wenn der Mann eine Domain klaut? Eine Internetadresse? Ein Stück Virtualität? Nichts greifbares? Was dann? Zugegeben, die Domain ist nicht irgendeine unbekannte Domain, es ist nicht einfach nur irgendeine Adresse so wie thafaker.de vielleicht eine wäre, nein, denn die geklaute Websitenadresse lautet: SEX.COM! Es dürfte wohl jedem bewusst werden das solch eine Domain ein ziemlicher Reißer ist. Das sie Milliarden fach gesucht, gefunden und angeklickt wird. Gerade und oder auch weil das Internet ja nur für Porno besteht und ein jeder User, duzend mal pro Sekunde jede Suchmaschine bemüht, nach Pr0n zu suchen. Also wie gesagt hat dieser Mann nun einem anderen Mann durch schmierige, gefälschte Unterlagen diese Domain entrissen. Das war bereits 1995. 2000 hatte der eigentliche Besitzer die Domain wieder zurück. Der elende Dieb wurde auf grandiose 65 Millionen USD verklagt. Klar. Logisch. Und dann ist er schwupps nach Mexiko angehauen. Dort ist dieser Scharlatan dann letztendlich verhaftet worden. Um nun wieder vor Gericht zu stehen. Und nun auf ca. 80 Millionen USD zu sitzen.

Da hat er sich kurzerhand Mittellos erklärt. Was auch sonst. Ich meine es geht da nicht um 150000 oder so, nein, es geht um die lächerlich Anzahl an Bewohnern in Deutschland. Sensationell. Aber der Thief hat wahrscheinlich doch Geld. Er verdiente nämlich in einer Zeit als es noch keine wirklich gut funktionierenden Suchmaschinen gab ordentlich mit. Weil seine Domain ja so unwahrscheinlich einfach war. sex.com kann jeder. Zwischen 50000 - 500000 USD monatlich. Aber ob davon noch was übrig scheint weiß niemand. Einen Anwalt hatte er nicht.

Zappenduster. Wir haben für ein Stück Ungreifbarkeit einen Schuldenberg von 80 Millionen USD, eine Flucht nach Mexiko und eine letztendliche Inhaftierung.

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