Kyrill: was bisher geschah

Unglaublich. Ach ja, hier ein Live-Ticker.

Deutschland

Am Mittag des 18. Januars wurde die 1000 Meter lange, 60 Meter hohe Talbrücke Reichenbach der A71 im Thüringer Wald gesperrt, da hier bereits in der Vergangenheit immer wieder Lkw umgeweht wurden und von der Brücke zu stürzen drohten. Diese Brücke ist nicht gegen Wind geschützt und stellt daher bei Sturm ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Nachmittags wurde die Kennedy-Brücke in Bonn sicherheitshalber gesperrt. Gegen 18 Uhr folgte die Werratalbrücke (A7). In Düsseldorf wurden am frühen Abend die Fleher und Oberkasseler Brücke gesperrt.

Die Deutsche Bahn entschied, ihre mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde verkehrenden ICE-Züge mit einer niedrigeren Geschwindigkeit fahren zu lassen, wodurch es zu Verspätungen kam. Gegen 17 Uhr wurde der Fernverkehr der Bahn weitestgehend eingestellt. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und etwas später auch in Bayern wurden darüber hinaus wegen zahlreicher auf Gleise gestürzter Bäume auch die Regionalbahnstrecken stillgelegt.

In vielen Schulen fiel präventiv der Unterricht ganz oder zumindest teilweise aus. Darüber hinaus wurde es den Eltern in Berlin freigestellt, ihre Kinder aufgrund der Unwetterwarnungen zuhause zu behalten. In Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen sahen sich die Kultusministerien gezwungen, landesweit an Schulen den Nachmittagsunterricht abzusagen, um den Schülern eine sichere Heimfahrt vor dem Eintreffen des Sturms zu ermöglichen. Den Schulleitern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen und Thüringen wurde es freigestellt, den Nachmittagsunterricht an ihren Schulen abzusagen. So fiel auch in diesen Bundesländern an den meisten Schulen der Nachmittagsunterricht aus, um das Risiko für die Schüler zu minimieren. Sogar Kindergärten wurden früher geschlossen. Auch an den Universitäten in Bayern wurde der Lehrbetrieb teilweise vorzeitig eingestellt.

(via)