Wichtig // Piergiorgio Welby

war Co-Präsident der italienischen Vereinigung Associazione Luca Coscioni. Er wurde bekannt, als er 2006 in Italien eine öffentliche Diskussion um Sterbehilfe anstieß. In Italien ist sowohl die aktive als auch die passive Sterbehilfe strafrechtlich verboten.

Im Jahre 1963 wurde Welby eine progressive Muskeldystrophie diagnostiziert, wobei ihm der Arzt eine Lebenserwartung von maximal zwanzig Jahren vorhersagte. Seit den Achtziger Jahren war er auf einen Rollstuhl angewiesen.

2006 befand sich Welby im letzten Krankheitsstadium, war fast vollständig gelähmt, ans Bett gefesselt und konnte nicht mehr sprechen. Zudem benötigte er seit zehn Jahren ein Beatmungsgerät. Kommunizieren konnte er nur noch durch seine Augenbewegungen mit Hilfe eines speziellen Apparates.

Am 22. September 2006 wurde ein offener Brief, verbunden mit einem Video, an den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano veröffentlicht, in dem Welby das Recht auf selbst bestimmtes Sterben fordert. Napolitano antwortete sofort und rief dazu auf, eine politische Debatte über das Thema zu führen.

Am 16. Dezember 2006 lehnte das zuständige Gericht in Rom seinen Antrag auf passive Sterbehilfe ab.

Piergiorgio Welby starb am 20. Dezember 2006 mit Hilfe seines Arztes Mario Riccio, der Welby ein Betäubungsmittel verabreichte und dann das Beatmungsgerät abschaltete.

Aus: Wikipedia

Ich finde ein jeder sollte das Recht haben, sterben zu dürfen wie und wann er möchte. Es gibt ein Recht auf so viele Dinge, warum dann nicht auch auf solch ein immament grundlegendes Wichtigtum des Lebens, den Tod?

Das FUCKUP-Weblog schreibt: In Italien wurde heute Piergiorgio Welby beigesetzt - vor der Kirche. Die katholische Kirche verweigerte weder hohen Mafiosis noch Massenmördern wie Pinochet ein kirchliches Begräbnis - aber jemanden wie Welby, der selbst zu sterben wünschte.