Jetzt auf Deutschlandradio

Kleine Vorgeschichte. Ich habe irgendwie gerade Spätschicht, das heißt: auch noch gegen 21:30 Uhr ausländische Probleme lösen. Meistens zumindest. Egal. Gegen 22:30 Uhr verlasse ich fluchtartig den Ort des Geschehens und begebe mich schnellstens zum Parkplatz, muss vorher aber noch durch unsere ureigene Flughafenkontrolle. Natürlich sind wir kein Flughafen, aber der Check-In/Out ist nicht minder krass als der vom JFK vor 'nem Transatlantikflug. Egal, durch dort und ab zum Parkplatz. Tür uffjehuckt und rinnjesprungen. Motor an. Wieder aus. Ich besitze einen für 800 Euro erworbenen 92er Ford Escort, europäischer Abstammung. Uraltes Teil, aber mit Charme. Wieder angeworfen und losgefahren. Über den Parkplatz.

Das Auto verhält sich seltsam. Na egal, es ist ja kalt. Auf die Kreuzung, angehalten, Ampel rot. Weitergefahren und nun kracht und poltert es im Kofferraum. Jetzt wird es echt komisch. Die Karre ist schon recht knarrend und so, aber das war zuviel. Zu laut. Nach 250 Metern also wieder abgefahren und auf einen Parkplatz drauf. Ausgestiegen und nachgeschaut. Der linke Hinterreifen ist platt. Komplett Luftlos. Nicht ein einziger Hauch befindet sich mehr in Ihm. Hammer. 92er Ford, ne. Kofferraum aufgeworfen, nur müll. Eine leere Weinflasche vom letzten Treffen mit einer Frau. Ach, Erinnerungen werden wach, werden aber jäh durch die Frage nach einem Ersatzrad verdrängt. Die beiden C'T zur Seite geräumt und den Boden im Kofferraum hochgerschrammelt. Da liegt es! Wahnsinn. Ein nagelneues Ersatzrad. 175er Winterreifen. (In meinem uralten Escort) Genau sowas, was da auch gerade sein Leben ausgehaucht (Reduplikation) hat. Tolles Tennis. Ganz großer Radsport.

Und Wagenheber? Der hängt dazwischen. Auch neu. Wahnsinn. Nach nur 12 Minuten war das Rad getauscht. Herrlich. Und weitere 45 Minuten hat es gedauert, bis ich die beim Schrauben verlorene Radmutter wiedergefunden hatte. Eine Stunde und ich konnte wieder weiter fahren, als wäre nie etwas gewesen.

Ich tippe ja mindestens auf Illuminaten. Oder den jihad. Oder beides, illuminierte Jihad quasi, die mich mit wirklichen Feinden "des Bemühen auf dem Wege Gottes" verwechselt haben.

Jetzt aber zur Überchrift: Da läuft gerade ein sensationeller Beitrag über Sprachen. Also Linguistik. Allerdings nicht ganz so langweilig, sondern ein Beitrag über Kunstsprachen. Menschheitsumfassende Sprachen die sogleich -ob der tollen Möglichkeit der generösen Verständigung- für Frieden und Zwischenmenschlichkeit der Völker sorgen. Tolle Sache, extrem interessant, vorallem Nachts. (Habe ich mal erwähnt das DRadio der einzig hörbare deutsche Radiosender ist, meiner Meinung nach?)

"Lasst uns herniederfahren und ihre Sprache verwirren ..." - keine zornige Zwangsmaßnahme des alttestamentarischen Gottes wirkte so nachhaltig wie die babylonische Sprachverwirrung. Seit dem gescheiterten Turmbau sucht die Menschheit nach einer neuen Einheitssprache.
Am Anfang was das Wort. Und das Wort war bei Gott. Und dann kam der Mensch. Und das Wort wurde verstreut. Ein babylonisches Problem, denn Gott der alte Sack wollte gar keinen Turm der in sein Reich führt. Ist ja sein Gebiet. Deshalb hat er einfach an den Grundpfeilern, dem Fundament sabotiert. Der Schlemihl (Gott, Du Narr!) hat einfach die Sprache verarscht und somit die Kommunikation aller Völker verbimmelt. Klar das jenes mit dem Turm nun nichts mehr werden konnte. Ein ursprünglich elend-altes Problem also.

Sprache ist geil!!1!EINSELF