Wie geil ist eigentlich...

…augenscheinlich die Tat, die komplette Ölindustrie im Lande zu enteignen?

So geschehen in Bolivien…

 

Boliviens neuer Präsident Evo Morales erklärte, daß seine Regierung die Öl- und Gasreserven seines Landes, die gegenwärtig noch im Besitz internationaler Konzerne sind, umgehend nationalisieren werde.

Allerdings sollen Pipelines und Rafinerien vorläufig nicht enteignet werden. "Der Staat wird sein Besitzrecht wahrnehmen und das heißt, daß er über deren Verwendung entscheiden wird." erklärte Morales Reportern. "Ölgesellschaften werden Partner, keine Besitzer sein", sagte Morales. Gegenwärtig befinden sich die gesamten Energiereserven des Landes im Besitz ausländischer Konzerne wie z.B. Spaniens Repsol YPF SA, die 35% des nationalen Gasvorkommens besitzt oder Brasiliens Petroleos Brasileiros SA, welches 17,5% besitzt.

Morales bekräftigte, daß er jeden Vertrag kündigen werde, der ausländischen Gesellschaften Eigentumsrechte an Öl und Gas gäbe. Brasiliens staatliche Petrobras erklärte dazu, daß man 18 Milliarden Dollar in die Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen vor Brasiliens Küste investieren werde, um die Abhängigkeit von bolivianischen Vorkommen zu beenden. Allerdings unterließ es Morales zu präzisieren, was genau er unter "Nationalisierung" der Energievorkommen verstehe. Er betonte gleichzeitig, daß internationale Konzerne wie Total SA und BG Group PLC nicht daran gehindert würden, ihre Investitionen zu realisieren und Profite in Bolivien zu machen. Beobachter analysieren, daß Morales auf das technische Know how der Unternehmen bei der Ausbeutung der Vorkommen meint angewiesen zu sein. Morales plant, die staatliche Energiegesellschaft neu zu gründen, die sein Vorgänger Gonzalo Sanchez de Lozada 1996 liquidiert hatte.

Quelle: Linkszeitung