Kaputte Jugend in Deutschland

Generation Y?

Ziemlich interessant wie die heutigen „kleinen“ ihre Seelenleben darstellen. Und das auch nur im Zuge der „Blogrevolution“. Dadurch ist es nämlich für jedermann möglich bei Diensten wie www.blogg.de sich einen selbigen zu registrieren. Ein öffentliches Tagebuch eben. Bestens geeignet für Unverstandene, Ausgestoßene, Betroffene. Jene eben die irgendwo nicht akzeptiert worden sind oder einfach nicht wollten? Eine perfekte Plattform um sich selbst zu zeigen, um seine Sicht der Dinge zu präsentieren. Und das natürlich so Anonym wie man möchte, zumindest auf den ersten Blick. So wie auch die 16 jährige $Person welche in ihrem Weblog unter anderem eine kurze Auflistung ihres Lebens bietet. Da geht’s mit einem Selbstmordversuch im Alter von 9 Jahren los und endet in der Bekanntgabe der Dinge die sie mag: Drogen, Tabletten, Alkohol… Bezeichnend vielleicht auch der Satz:„Ich habe keine Familie“, dabei wohnt sie doch bei ihrer Mutter und hat noch zwei ältere Geschwister…

Die Frage ist nun: War das schon immer so? Gabs früher genau solch suizidgefährdete Jugendliche? Im Allgemeinen ist schließlich die Geschichte „Die Leiden des jungen W“ von Goethe bekannt. Dieser schrieb den Briefroman nach dem Freitod eines Freundes. Als dieser Anfang der 1920er im Radio als Hörspiel ausgestrahlt wurde gab es einen starken Anstieg der Selbstmorde. Medien und ihre Wirkung?
Also schien es schon damals soetwas gegeben haben, es ist also kein neues, noch nie dagewesenes Phänomen.
Um auf $Person zurück zukommen, so scheint es Alltag zu sein in Depressionen zu schwelgen, Schwarz zu sein und Gothic zu mögen. Diesen Schluss lässt ihre Linkliste von virtuellen oder auch reellen Bekannten im Internet zu die sich relativ häufig ähneln. Aber woran liegt das? Wie kann man helfen? Muss man überhaupt helfen oder ist das eine (abgsehen von dem Beispiel) „normale“ Entwicklung die viele Jugendliche durchmachen? Fakt ist auf jedenfall das die Häufigkeit der „Zur Schau Stellung“ des Innersten sehr zugenommen hat.

(Ich bin weder Pädagoge noch Psychologe geschweige denn Soziologe, das sind alles nur meine alltäglichen Beoachtungen im Zuge der Streifzüge durchs weltweite Datennetz, dem globalen Dorf.)