Gescheitert?

Nun stehe ich da, mit wirrem Haar. Wiedereinmal hat mich die Realität schrecklich geschwind und unausweichlich eingeholt und für meine Versuche, mich gegen sie zu stellen, bestraft. Ohne Geld geht es nicht! Geld ist ein Notwendiges übel. Und auch wenn ich Geld noch nie mochte, seinen Sinn nie verstand, so habe ich keins und könnte verzweifeln. Gefangensein im tristen Alltag seinerselbst, ohne wirklich ausbrechen zu können. Ohne die Chance, sich "frei" zu machen und dem Ausgleich zur Woche zu begegnen. Grpßartig hat man damals im Sommer letzten Jahres -freiweillig- "die Armut" gewählt und sich erneut dem Schülersein verschrieben, jedoch ohne wirklich über die Konsequenzen nachzudenken.

Nun bin ich Abiturient, jedoch Mittellos. Was nützt einem der höchste Bildungsstand, all seine Fähigkeiten wenn man doch nur verhungert? Meine Worte sind natürlich krass ausgedrückt aber: Wo sollte man arbeiten? Arbeit ist ein Notwendiges übel um sich mit Geld zu versorgen um sein leben ertragen zu können indem man sich ab und zu etwas spezielles gönnt. Ich nenne das: den Geist bei Laune halten. Dennoch ist es ein sinnloses Unterfangen. Der Mittelstand ist kollabiert, und wenn nicht dann steht er die letzten Jahre kurz davor. Es hat niemand das nötige Geld um einen "relativ" nutzlosen, ungelernten Menschen einzustellen. Niemand kann auch nur ein bisschen abzwacken. Der Wille etwas zu tun ist schon lange da, jedoch ohne Erfolg... Und dann die Frage: Warum? Warum fu8nktioniert die Welt nur so? Warum ist das Geld das unterste und scheinbar das oberste der Gesellschaft? Die Familie als kleinste zelle, zur Unterstützung des Systems? Sicher, aber wie lange lässt sie sich noch schröpfen, ausbluten? Aber bald folgt zum Glück das Studium, es wird so weiter gehen...

[Nachtrag]
Soeben lese ich eine Meldung der ARD-Boerse, in welcher davon berichtet wird das der Ölpreis einen neuen Rekordstand erreicht hätte. Gott sei Dank. Das kommt gerade Recht. Somit wird das Benzin auch bald wieder einen Spitzenwert erreichen und Autofahren ist purer Luxus. Das passt alles perfekt zueinander. Der Link zum Artikel ist Recht interessant.

[Nachtrag II]
Passend zur Verzweiflung habe ich im "Freitod-Blog" einen Artikel zur abstrakt hohen Selbstmordrate in Japan gefunden. Darin wird beschrieben, das Japan mit ca. 34000 Selbstmorden letztes Jahr die höchste Rate aller "Industrieländer" inne hat. Der Japaner sieht seinen Job beispielsweise als zweite Familie an. Wird ihm dieser im Zuge der Kostensenkung genommen so zerstört man einen großen Teil seines Lebens. In Japan ist die klassische Rollenverteilung noch stark verbreitet und der Mann hat für das finanzielle Wohl der Familie zu sorgen, er wird gesellschaftlich an seiner Arbeit gemessen. Die Frau ist primär für die Kindererziehung verantwortlich und erntet Lohrbeeren für gute Ergebnisse in der Schule. Deshalb ertragen viele Männer ihre Arbeitslosigkeit nicht und entziehen sich dem Schmach und dem Nichtsnützigen durch Freitod. Einige aber versuchen den Schein aufrecht zu erhalten, überweisen dann zum Beispiel monatlich einen Betrag von ihrem Sparkonto auf das Girokonto und gaukeln so ein Gehalt vor. Andere schaffen auch die Neuanstellung.

Japan steckt seit den 80ger Jahren in einer schweren Krise.

Ich finde das sehr Interessant, es lässt doch einige Rückschritte auf ihre Mentalität, verbunden auch mit dem allseits bekannten "Harakiri", dem Freitod eines Samurai wenn sie ihrem SHogun nicht mehr genügend dienen konnten und um ihren und den Ruf ihrer Familie wieder herstellen zu können. to be continued...