Kampfpiloten unter Drogen

Am 1.7.03 wurde im Fernsehen die Wiederholung des BBC-Filmbeitrages "Das ist ein schmutziges Geheimnis. US-Kampfpiloten unter Drogen" von Jamie Doran (ARD 25.6.03, 23.00 Uhr, 43 Minuten) gesendet. Der Journalist ist der Frage nachgegangen, warum die britische Royal Air ihre größten Verluste im jetzigen Golfkrieg durch "freundliches Feuer" seitens der Amerikaner erlitten hat. Dabei ist er auf das Gerücht gestoßen, dass US-Militärpiloten nur dann fliegen dürfen, wenn sie vorher Drogen zu sich genommen haben. US-Kampfpiloten berichteten, dass sie alle 4 Stunden Amphetamine (sogenannte Go-Pillen, unter zivilen Drogensüchtigen als "Speed" bekannt) einnehmen müssen, um fliegen zu dürfen. Das Medikament, das die US-Militärpiloten schlucken, heißt Dexedrine. Es bleibt einem Vorgesetzten vorbehalten zu entscheiden, ob ein Pilot fliegen darf oder nicht, wenn er keine Amphetamine eingenommen hat.

Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass das Pentagon den Piloten vorschreibt Drogen einzunehmen, was im zivilen Luftfahrtbereich oder bei der britischen Luftwaffe zum sofortigen Fluglizenzentzug führen würde. Wie kann es sein, dass während des vergangenen Jahrzehnts der "Kampf gegen den Drogenmissbrauch" eines der Hauptanliegen der amerikanischen Regierung war, wenn gleichzeitig den US-Militärpiloten Drogen verordnet werden? Doran vermutet wie die US-Militärpiloten, dass es sich um einen großangelegten Medikamententest handelt (NDR-Skript S. 1, 2).

Die Frage "Warum meint das Pentagon überhaupt, dass seine Infanterie und Luftwaffe aufgeputscht werden müssen?" würde ich damit beantworten, dass sie mit den Aufputschmitteln der narkotisierenden Wirkung der Halone im JP-8 entgegenwirken wollen. Einer der im Filmbeitrag befragten US-Militärpiloten gab an, dass er nachts auf dem Weg zu einer Tankübung beim Fliegen einzuschlafen drohte:"Ich konnte einfach nicht wach bleiben, trotz aller Versuche. Also nahm ich eine Pille, um aufzuwachen, und als das nicht sofort half - vielleicht dreißig Sekunden später - nahm ich noch eine. Und dann war ich für die nächsten fünfzehn Stunden voll abgefahren. Ich tanzte im Cockpit und sang. Ich sang für mich selbst, das war schon was" (NDR-Skript S. 13).

Ich frage mich, sind das die Leute, die auch hier in Deutschland über unseren Köpfen die Betankung in der Luft betreiben?

Ich betrachte diese "Amphetamin-Geschichte" als einen weiteren Baustein für die Sammlung von Belegen meiner Theorie.

Unter dem Titel "Frustrierte US-Soldaten wollen heim" las ich: "So zeigen immer mehr Soldaten Stress-Symptome wie Schlaflosigkeit, Apathie und unkontrollierte Gefühlsausbrüche. (...) Sie schreiben Briefe, weinen, brüllen" (Allgemeine Zeitung, Ausgabe Alzey 16.7.03, S.2). Schlaflosigkeit, Apathie und unkontrollierte Gefühlsausbrüche gehören sehr deutlich in den Bereich der MCS-Symptome. Und wieso weinen und brüllen die Soldaten? Sind das Stress-Symptome?

(Quelle: NDR-Skript: "Das ist ein schmutziges Geheimnis..." US-Kampfpiloten unter Drogen. Ein Film von Jamie Doran, ARD 25.6.03, 23.00 Uhr, Red.: NDR Andreas Cichowicz/Volker Zielke)