Alternative Studienfinanzierung?

Neues Darlehensmodell zur Finanzierung des Studiums
Was ich heute auf Deutschland-Radio Berlin in einer Sendung hörte klang wahrlich interessant, deshalb möchte ich gleich den auf der Website gefunden Artikel bloggen.

Der Weg zur Einführung von Studiengebühren ist durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts frei geworden. Die große Frage ist jetzt: Wie sehen konkrete Modelle sozialverträglicher Studiengebühren aus? Das Centrum für Hochschulentwicklung arbeitet an der Entwicklung von Darlehen mit einkommensabhängiger Rückzahlung. Konkrete Ansätze und Überlegungen, die die Kreditanstalt für Wiederaufbau in Zusammenarbeit mit CHE und Stifterverband entwickelt hat, wurden heute vorgestellt.

Deutschlandradio weiter:
Nicht als Alternative zum BAföG, sondern als elternunabhängige Finanzierungsmöglichkeit sieht die KfW ihr Darlehensangebot. Es ist aus ihrer Sicht vor allem auch als Versuch zu verstehen, mehr Abiturienten zu einem Hochschulstudium zu bewegen. Will Deutschland im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig bleiben, so müsse die Quote der Studierenden deutlich gesteigert werden. In Deutschland sind es nur 35 Prozent eines Jahrgangs, die den Weg an die Hochschule finden. In den anderen OECD-Staaten liegt der Schnitt bei 51 Prozent. Hinzu kommt, dass der Anteil der Studierenden aus so genannten niedrigen sozialen Herkunftsgruppen in den letzten Jahren auf 12 Prozent gesunken ist. Ein elternunabhängiges Studienfinanzierungssystem könnte nach Ansicht der Experten helfen, die Quote zu steigern. Voraussetzung: Die Finanzierung muss so flexibel sein, dass die Tilgung über einen langen Zeitraum hinweg erfolgen kann.

Rund 770 Euro brauchen Studierende im Monat, das hat die KfW ermittelt. Zwei Drittel aller Studierenden müssen etwas hinzuverdienen, um auf diese Summe zu kommen. Nur 25 Prozent erhalten BAföG, der Rest ist auf die Eltern angewiesen. 650 Euro als Höchstsumme für zehn Semester sind in dem von der KfW nun vorgelegten Modell angedacht. Kommt das staatliche Kindergeld hinzu, das Studierenden zusteht, kommt man auf den errechneten Bedarf.

Besonders stolz ist die KfW, dass sich der errechnete Zinssatz auf rund 5,5 Prozent belaufen würde. Eingeschlossen wären alle Risikokosten . Eine staatliche Bürgschaft oder Haushaltsmittel sind bei dem Modell nicht erforderlich. Bereits im Wintersemester 2004/05 sollen die ersten Kredite angeboten werden.

Quelle: Deutschland-Radio Berlin